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Monatsarchiv für Juni 2009

Von Dinosaurieren und dem Volkslied “Waltzing Matilda”

azi 29. Juni 2009

Was haben ein Dinosaurier, die Fluggesellschaft Qantas und das Lied “Waltzing Matilda” gemeinsam? Sie alle stammen aus dem kleinen Städtchen Winton im Outback Westqueensland.

Der erste Meilenstein in der Geschichte Wintons, setzte 1895 der australische Dichter Banjo Paterson. Während seiner Landstreicherei erreichte er eines Tages Winton und lies sich von der umgebenden Landschaft zum bekannten Lied „Waltzing Matilda” inspirieren. Waltzing bedeutet hier soviel wie „auf die Walz gehen”. Mit Matilda ist eine Art aufgerollte Schlafdecke, die von Landstreichern als Umhängetasche verwendet wurde, gemeint.  Zu Ehren des Poeten und dem mittlerweile als inoffizielle Hymne Australiens geltendem Volkslied, wurde in Winton das Museum „Waltzing Matilda Centre” gebaut.

Ein weiters bedeutendes Ereignis in der Geschichte Wintons führt auf 1920 zurück. In diesem Jahr wurde dort die berühmte Fluggesellschaft Qantas, gegründet. Der letzte Meilenstein liegt erst 10 Jahre zurück. 1999 wurde in der Nähe von Winton auf einer entlegenen Schaffarm ein riesiges Dinosaurierskelett gefunden. Der auf den Namen „Elliot” getaufte Urzeitgigant gehört zur Gattung der Sauropoden und wog zu Lebzeiten wohl um die 30 Tonnen, was in etwa 5 ausgewachsenen Elefanten entspricht. Von der Größe her, erreichte er die Höhe eines zweistöckigen Gebäudes.

Wer Waltzing Matilda gerne hören möchte, kann dies gerne hier tun: Waltzing-matilda (Quelle: Waltzing Matilda Centre, mit RealPlayer abspielbar) . Und zum Mitsingen noch den Refrain:

CHORUS:
Who’ll come a-waltzing Matilda, my darling,
Who’ll come a-waltzing Matilda with me.
Waltzing Matilda and leading a water-bag,
Who’ll come a-waltzing Matilda with me.

Den vollständigen Liedtext und weitere Information zum Museum erfahren Sie auf der Homepage des Waltzing Matilda Centre.

Unterwasserparadies Ningaloo Reef

azi 27. Juni 2009

Die farbenprächtige und intakte Unterwasserwelt des Ningaloo Reef ist ein wahres Paradies für Taucher, Schnorchler und alle Meeresliebhaber. Ein Ausflug zum “Nationalen Meerespark”, voller exotischer Fische und bunten Korallen, krönt sicherlich jede Reise nach Westaustralien.

Das etwa 260 Kilometer lange Riff befindet sich vor der Küste des Northwest Cape und liegt so nah am Ufer, dass man es schwimmend erreichen kann! So befindet sich die naheste Stelle des Reefs nur etwa 100 Meter von der Küste entfernt. Erkunden kann man das Reef  und die bunte Unterwasserwelt auf verschiedenste Art und Weise: zum Beispiel bei einem Schnorchel- oder Tauchgang im circa 27 Grad warmen Wasser. Wer lieber trockene Füße behalten möchte, kann die tropische Pracht von einem Glasbodenboot genießen. So tummeln sich im Ningaloo Reef Buckelwale, Clownfische und Suppenschildkröten, um nur einige der circa. 500 exotischen Fischarten zu nennen.

Ein besonderes Erlebnis erwartet die Besucher allerdings zwischen Ende März und Ende Mai – dann bietet sich die Gelegenheit mit dem größten lebenden (bekannten) Fisch zu tauchen: dem Walhai. Trotz seiner enormen Größe von etwa 13 Metern gilt der Walhai als ungefährlich und scheu. Sein Speisezettel besteht aus Plankton und Kleinstlebewesen.

Das Ningaloo Reef ist per Flugzeug ab/ bis Perth (ca. 2 Stunden) oder per Auto (ca. 2 Tage) erreichbar. Auch im Rahmen der neuen Rundreise von KIWI TOURS „Naturwunder des Westen” , können Sie das Ningaloo Reef persönlich erleben. Weitere Informationen zum Reef erhalten Sie bei Western Australia oder dem Western Australia Visitor Centre (beide Seiten in Englisch).

“The Edge” – Glaswürfel in 300 Metern Höhe

azi 22. Juni 2009

Melbourne – eine dynamische Metropole mit weltbekannten Sportevents  und Musik-/ Filmfestivals . Unzählige Künstlerateliers, noble Boutiquen, architektonische Kunstwerke, grüne Parks, beeindruckende Sehenswürdigkeiten und lässiger Lifestyle prägen diese liebenswerte Stadt.

Eine atemberaubende Aussicht auf Melbourne können Sie bei einer Auffahrt auf den Eureka Tower, erleben. Mit 9 Metern pro Sekunde bringt Sie der schnellste Fahrstuhl der Südhalbkugel gen Himmel bzw. zum 88. Stock des Hochhauses. Hier auf 285 Metern befindet sich die erst 2007 eröffnete Aussichtsplattform „The Edge”. Der Würfel reicht bis zu 3 Meter in die Luft hinaus. Auf Knopfdruck verwandelt sich dann das Milchglas der Plattform in Klarglas, so dass man für einen Moment das Gefühl hat, als würde man schweben. Ein unvergesslicher Moment! Zwar ist der Würfel rundherum geschlossen, doch sollte man schon einigermaßen schwindelfrei sein um dieses tolle Erlebnis und die wunderschöne Aussicht wirklich genießen zu können. Insbesondere da ein weiterer Nervenkitzel hinzukommt: der Turm kann bei sehr starkem Wind bis zu 60 cm schwanken!

Wer die direkte Sicht nach unten lieber meiden möchte, kann einen Blick von der Terrasse auf 300 Metern Höhe, auf die Stadt werfen oder aber durch den Edge-Shop schlendern.

Eine Auffahrt auf das Skydeck (ohne „The Edge”), der höchsten öffentlichen Aussichtsplattform der südlichen Hemisphäre, kostet für Erwachsene derzeit 16.50 AUD. Für das Abenteuer „The Edge” fallen für Erwachsene zusätzlich 12 AUD, an.

Weitere Informationen und Bilder erhalten Sie direkt auf der Homepage des Eureka Skydeck 88. Auf der Homepage ist weiterhin ein Touristenführer (visitor guide) in deutscher Sprache zu finden (PDF).

Wussten Sie schon, dass….

azi 19. Juni 2009

….eine Fluss-Regatta auch ohne Fluss statt finden kann?

Möglich ist dies in Alice Springs, genauer gesagt auf dem Fluss „Todd River”, der nur alle paar Jahren Wasser führt und ansonsten ausgetrocknet ist. Damit die teilnehmenden „Boote” dennoch von der Stelle kommen, werden ihnen kurzerhand die Böden entfernt. Wie zu Fred Feuersteins – Zeiten heben die Teilnehmer ihre Boote an und laufen, statt zu rudern mit ihren Konkurrenten um die Wette. Sieger ist, wie in einer normalen Regatta auch, wer als erstes das Ziel pariert – und unterwegs nicht den ein oder anderen Teilnehmer verloren – hat.

Die Idee zu diesem kuriosen Wettbewerb ist bereits 1961 entstanden, als die Mitglieder des Rotary Club eine Wohltätigkeitsveranstaltung organisieren wollten, bei der ihrer Meinung nach eine Regatta nicht fehlen durfte.

Und so findet das lustige Event seitdem einmal jährlich statt. Das nächste Mal ist es wieder am 22.08.2009, dann bereits zum 48 Mal, so weit.

Wer sich das Spektakel selber mal anschauen möchte, erhält auf der Homepage von der Henley-on-Todd Regatta, weitere Informationen zur Veranstaltung. Auch einige Bilder befinden sich auf der übersichtlichen (in Englisch) Webseite.

Fernsehtipps am 20.06 und 23.06.2009

azi 17. Juni 2009

Bei den diesmaligen Fernsehtipps kann man viel über die australische Fauna und auch über ihre Bedrohung, lernen:

Samstag, 20. Juni

Schnee in Australien

15: 55 – 16:25, SF 2 (Schweizer Fernsehen 2)

Kurzbeschreibung: ” Es ist schwer zu glauben, aber in Australien hat es Schnee, tatsächlich viel Schnee. Hochsaison in den Snowy Mountains ist zwischen Juni und August: Snowboarders und Skifahrer tummeln sich auf den Pisten – mitten unter Wombats und Kängurus.

Im Jahre 2001 wurde der Snowy Mountains Nationalpark bei einem Buschfeuer beinahe ganz zerstört. Die ersten Lebewesen, die zurückkehrten, waren die Kängurus, gefolgt von den Wombats. Die legendären Wildpferde der Snowy Mountrains, Brumbies genannt, schafften es auch zu überleben, aber ihr Bestand wurde stark geschwächt. Der Ranger Ross Morton führte ein Filmteam durch den Nationalpark. Den Kameraleuten gelang es, spektakuläre Bilder von Emus, Wombats und Brumbies einzufangen.”

Weitere Informationen zu den Snowy Mountains können Sie im Blog-Artikel “Ski fahren in den Snowy Mountains” finden, weitere Informationen zur Sendung direkt bei SF 2.

Dienstag, 23.Juni

Neue Zeiten für Koala, Kiwi & Co.

20:15 – 21:00 Uhr, WDR

Kurzbeschreibung: ” In den vielen Millionen Jahren seiner Isolation konnte sich in Australien eine ganz besondere Flora und Fauna entwickeln. In der jüngsten Vergangenheit wurde jedoch durch unüberlegte Eingriffe des Menschen das ökologische Gleichgewicht des Landes empfindlich und nachhaltig gestört. Nun sucht man nach Methoden, den angerichteten Schaden so weit wie möglich zu begrenzen.

Als vor mehr als 200 Jahren die ersten Europäer australischen Boden betraten, machten ihnen das eigenartige Klima und die merkwürdigen Tiere und Pflanzen stark zu schaffen. Daher importierten sie Tiere aus ihrer alten Heimat und versuchten, das Land nach dem Vorbild ihrer Heimat umzugestalten. Auf die australische Tierwelt und ihr empfindliches ökologisches Gleichgewicht hatte dies verheerende Auswirkungen. (….)”

Weitere Informationen zur Sendung erhalten Sie bei WDR.

Das größte Lava-Tunnel-System der Welt

azi 11. Juni 2009

Ca. 290 Kilometer südwestlich von Cairns befindet sich in Undara ein geologisches Wunder: ein unterirdisches Lava-Tunnel-System.

Als vor ca. 190.000 Jahren der Undara Vulkan ausgebrochen ist, suchte sich die glühende Lavamasse einen Weg durch ausgetrocknete Flussbetten und sonstige Senken. Während sich die obere Lavaschicht relativ schnell abkühlte und eine Basalt-Kruste gebildet hat, ist die flüssige Lava im Inneren weiter geflossen. Übrig geblieben ist ein ca. 100 Kilometer langes Tunnelsystem, dementsprechend passend wurde auch der Name ausgewählt: Undara bedeutet soviel wie „langer Weg”. An manchen Stellen sind die Tunnel bis zu 20 Meter hoch und 13,50 Meter breit. Während des Ausbruchs wurden geschätzte 23 Kubikkilometer (!) Lava „ausgespuckt”, die sich auf einer Fläche von über 1,550 Quadratkilometer verbreitet hat.

Weiterhin sind 160 erloschene Vulkane, die aus der Savannenlandschaft herausragen, und kleine Regenwälder, die im Schutz der Senken wachsen und gedeihen konnten, zu sehen.

Erreichen kann man den Undara Nationalpark über die Undara Lava Lodge. Wer möchte kann seinen Ausflug mit einer Übernachtung in urigen, stilvoll umgebauten Eisenbahnwaggons aus dem 19. Jahrhundert, krönen.

Wer mehr über die Lava Tunnel, den Undara Nationalpark im Allgemeinen oder Übernachtsmöglichkeiten wissen möchte kann gerne auf der Homepage des Nationalparks vorbeischauen (Englisch).

Lava-Röhren Undara

Lava-Röhren Undara

Zwischen Himmel und Erde mit dem Heißluftballon

azi 8. Juni 2009

Heute möchte ich Ihnen einen weiteren „Kiwi” vorstellen: sein Name ist Patrick Lauk und er ist bei KIWI TOURS, zusammen mit Birgit Eck, für Reisen nach Australien (und auch Neuseeland) zuständig. Vor ein paar Wochen ist Patrick nach Australien, genauer in den tropischen Norden von Queensland, geflogen. An einem Tag seiner Reise hat er einen ganz besonderen Ausflug unternommen. Was genau das war, und wie er es erlebt hat möchte er Ihnen nun selbst erzählen:

„Bei einem Ausflug nach Cairns haben wir eine Ballooning Tour gebucht, von der ich Ihnen hier erzählen will: Früh morgens (eigentlich in der Nacht…) wurden wir am Hotel abgeholt und sind hoch in die Atherton Tablelands (südwestlich von Cairns) gefahren. Die Strecke muss etwas länger gewesen sein, da ich im Bus nochmals eingeschlafen bin. Nachdem wir aber das „Startfeld” erreicht hatten (variiert immer je nach Wind und Wetter), waren wir alle relativ schnell hellwach: Vor uns türmten sich sechs riesige, leuchtende Heißluftballone auf und erhellten die Dunkelheit – wirklich ein großartiger Anblick!

Vor uns lag eine 30-minütige Tour durch die australische Morgenluft (je nach Wunsch und Finanzlage kann auch eine einstündige Tour gebucht werden). Nachdem alle 20 Passagiere im „Körbchen” Platz genommen hatten („It´s the biggest balloon in the southern hemisphere”), gewannen wir langsam an Höhe. Der höchste Punkt, den wir erreichten, lag 2000 Meter über dem Boden – die maximale Höhe, die so ein Ballon erreichen kann, liegt sogar bei 4000 Meter. Wir schwebten also eine halbe Stunde durch die noch kalte, stille und immer heller werdende Prärie Australiens, hielten Ausschau nach den anderen Ballonen, Kängurus und nach der Sonne, die sich langsam hinter den Bergen hervorschob.

Da der Ballon je nach Thermik hier und dorthin fliegt, ist beim Start noch nicht klar, wo später gelandet wird. Nach der Landung also (bei der im Flugzeug wahrscheinlich niemand geklatscht hätte…) lotste der „Pilot” seine Kollegen über Funk zu uns. Auf dem Auto-Anhänger (wo später wieder das „Körbchen” transportiert wird) ging es dann zum endgültigen, vorher zum Glück sehr gut geplantem Ziel: der Frühstückshütte in den Tablelands, denn: (Berg)Luft macht bekanntlich hungrig!

Alles in allem also ein sehr empfehlenswerter und im Gegensatz zu deutschen Verhältnissen erschwinglicherer Spaß! Kleiner Tipp (gilt wie fürs „normale” Fliegen): 24 Stunden vorher und danach darf nicht getaucht werden – wichtig für den Ausflug zum Great Barrier Reef!”

Wenn Sie auch gerne Australien aus der Vogelperspektive bewundern wollen, können Sie hierzu weitere Informationen auf der Homepage von Hotair finden.

Und zum Schluss noch einige Impressionen von der Heißluftballonfahrt:

Heißluftballon am Tag

Heißluftballon am Tag

Heißluftballon bei Dunkelheit

Heißluftballon bei Dunkelheit

Wussten Sie schon, dass…..

azi 6. Juni 2009

…..in den Gewässern von Queensland ein „lebendes Fossil“ zu finden ist?

Bei dem “lebenden Fossil” handelt es sich um den Australischen Lungenfisch, der als die ursprünglichste Art der Lungenfische gilt. Der einzig bekannte Lebensraum des entdeckten Fisches liegt in Flusssystemen bei Bundaberg in Queensland. Bis zu seiner Entdeckung 1870 hielten Forscher ihn für ausgestorben.

Das besondere am Australischen Lungenfisch ist, dass er neben Kiemen auch über eine Lunge verfügt, dank der er auch in sauerstoffarmem Wasser überleben kann. Er kann bis zu 170 cm lang und 40-50 Kilogramm schwer werden. Zu seiner Leibspeise gehören Wasserpflanzen und Weichtiere aber auch Muscheln und Schnecken, die er mit seinen Zahnplatten in den Kiefern, knacken kann.

neue Fernsehtipps Australien vom 08.06.- 15.06.2009

azi 4. Juni 2009

In den nächsten beiden TV-Wochen stehen insbesondere spektakuläre Zugfahrten durch Australien im Mittelpunkt: der Sunlander Express sowie die beiden Züge Ghan und Overland.

Donnerstag, 11.Juni

Mit dem Zug zum Great Barrier Reef: Australiens Sunlander Express

06: 45 – 07:30, Phoenix

Weitere Sendetermine: Mittwoch, den 17.06 um 06:45 und am Dienstag, den 30.06. um 12:30 Uhr

Kurzbeschreibung: „ Vom Paradies der Surfer an Queenslands Goldküste bis hinauf in den tropischen Regenwald im Norden Australiens führt Robert Hetkämpers Zugreise durch Down Under. Der Sunlander Express verkehrt auf alter, romantischer Strecke zwischen Brisbane und der australischen Tropenmetropole Cairns, dem Ausgangspunkt für Tauchtouren ins Great Barrier Reef.

Die Reise führt u.a. zu den Walen vor Frasier Island, auf Magnetic Island kommt es zu einem Treffen mit deutschen Forscherinnen, die sich um den Erhalt des Großen Barrier Riffs sorgen, außerdem trifft das Team von ARD-Korrespondent Hetkämper umweltbewusste Zuckerfarmer und furchtlose Krokodilwärter.”

Weitere Informationen zu dieser Sendung erhalten Sie auf der Homepage von Phoenix.

Länder – Menschen – Abenteuer: Durch Australien in legendären Zügen – Ghan und Overland

20:15 – 21:00 Uhr, NDR

Kurzbeschreibung: „Der Ghan gehört zu den berühmtesten Reisezügen der Welt. Er durchquert Australien von Süden nach Norden, mitten durch das Rote Herz des Kontinents. Robert Hetkämper und sein Team sind mit dem Ghan gereist.

In drei Tagen und zwei Nächten fuhren sie mit ihm von Adelaide bis Darwin im tropischen Norden des Landes. Zur Anreise aus Melbourne nutzten sie den Overland, eine weitere Zuglegende – der berühmte Expresszug, der durch den Staat Victoria führt. Der Reisebericht erzählt von einer Rettungsstation für Kängurubabys, vom Weinanbau im Barossa Valley, von den letzten Opalsuchern in der Wüste, von den Aborigines-Malerinnen von Alice Springs und von Darwin, dem Tor Australiens nach Asien. Der Film zeigt großartige Landschaften an der Südküste, Wüsten-Panoramen und die blauen Wasser des Nordens. Robert Hetkämper trifft interessante Menschen und erlebt das Abenteuer einer Reise in legendären Zügen.”

Weitere Information und einige Impressionen zur Sendung erhalten Sie auf NDR.

Quellen: Phoenix und NDR

Bush Tucker – Köstlichkeiten aus dem Busch

azi 2. Juni 2009

Als Bush Tucker bezeichnet man die Gesamtheit von Pflanzen und Tieren des australischen Buschs, die bereits den Aboriginies vor 50.000 Jahren als Nahrungsmittel dienten. Ihr Wissen wie man zur Nahrungssuche auf Jagd geht, Früchte, Nüsse, Samen und Wurzeln sammelt sowie Insekten fängt, wurde über die Jahrtausende hinweg von einer Generation an die Nächste weitergegeben.

Was beispielsweise aus der Natur gewonnen werden kann? Hier einige Beispiele:

Quadong = Frucht in Südaustralien, die vom Geschmack her an Pfirsich, Aprikose und ein wenig an Zimt erinnert

Macadamia = wächst an der Ostküste Australiens; sehr leckere Nuss, die auch in Europa gerne gegessen wird

Witchetty- Larve = dicke weiße Larve;  kann roh oder gegrillt gegessen werden, nussiger Geschmack

Damper = traditionelles, in der Kohle des Lagerfeuers gebackenes Buschbrot

Zwar wird Damper wie bereits erwähnt, traditionell im Lagerfeuer gebacken, doch lässt sich das Buschbrot auch gut in einem Backofen nachbacken. Wenn Sie Lust haben, können Sie es gerne zuhause selber ausprobieren:

Zutaten: 250 g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 TL Natron, 2 TL Butter,150 ml Milch und eine Prise Salz.

Zubereitung: Butter in warmer Milch schmelzen und gut aufschlagen. Mehl, Salz und Natron hinzufügen und zu einem Teig verarbeiten. Den Teig auf ein bemehltes Blech geben, zu einem Brot formen und die Oberfläche mit Mehl bestäuben. Den “Damper” bei 190 Grad backen, bis er braun ist. Guten Appetit :-)

Seit einigen Jahren hat nun „Australia’s native food” Einzug in die moderne australische Küche erhalten. So bedienen sich auch Sterneköche immer mehr den Naturressourcen und kombinieren diese mit den verschiedensten Küchen, wie zum Beispiel der Asiatischen Küche. Die Nachfrage nach Bush Tucker ist mittlerweile so groß geworden, dass ganze Bush-Tucker Restaurants eröffnet haben. Ein Grund für die steigende Nachfrage liegt vermutlich m Gesundheitsbewusstsein der heutigen Gesellschaft: Bush Tucker enthält in der Regel viele Nährstoffe wie Vitamin C, Eiweiß und/ oder zugleich einen niedrigen Fett-/ Cholesteringehalt.

Vielleicht haben Sie ja Lust etwas von Ihren Back-Erfahrungen zu berichten?

Bush Tucker

Bush Tucker