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Aborigines – die Ureinwohner Australiens

8. November 2009

Die Aborigines wanderten vor ca. 50.000 Jahren von Indonesien nach Australien ein. Eigentlich sind sie gar kein einheitliches Volk, der Begriff führt ein wenig in die Irre, sondern es gibt viele kleine Stämme und Clans mit oft unterschiedlichen Bräuchen und Sprachen. Ihre Zahl wird zwischen 300.00 und gut 1 Millionen angegeben.

Doch mit der Ankunft der Weißen in Australien 1788 sank ihre Zahl wieder beträchtlich. Durch die Erklärung Australiens zu „Terra Nullius“, also unbewohntem Land, durch die britische Regierung wurden den Aborigines jegliche Rechte genommen. Eingeschleppte Krankheiten, aber auch handgreifliche Auseinandersetzungen und zuletzt sogar Versklavung reduzierte die Zahl der Aborigines auf nur noch 60.000 um 1920. Heute zählen sie wieder knapp eine halbe Million.
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Aber auch heute ist ihre Situation nicht leicht. Lange Zeit wurden sie per Gesetz von Mitbestimmung und oft auch Gerechtigkeit ausgeschlossen: Es gab Gesetze, die die Ehe von Weißen mit Aborigines verboten, sie durften offiziell keinen Alkohol zu sich nehmen und hatten keinen Anspruch auf eine staatliche Alterspension, um nur einige Punkte zu nennen. Es dauerte bis 1965, bis auch der letzte Staat (Queensland) das Wahlrecht endlich an die Ureinwohner vergab. Doch immer noch waren die Aborigines in vielen Staaten gesetzlichen Restriktionen ausgesetzt. Erst der 1975 eingeführte Racial Discrimination Act, der Diskriminierung aufgrund von Rasse untersagte, setzte alle regionalen, anders lautenden Gesetze außer Kraft.

Doch es gibt immer noch große Probleme: Im Durchschnitt gehören die Aborigines zu den ärmsten Bevölkerungsteilen Australiens. Ihre Arbeitslosenquote ist, verglichen mit dem australischen Durchschnitt, extrem hoch. Ihre Lebenserwartung liegt 10 Jahre unter der der weißen Australier und ihre Kindersterblichkeit ist immer noch doppelt so hoch.

Wirkliche Gleichberechtigung sieht anders aus. Und doch hat sich ein neues Selbstbewusstsein bei den Ureinwohnern Australiens entwickelt.

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Ihre Kunst wird heute in alle Länder der Welt exportiert, ihre Malereien ziehen interessierte Besucher in Galerien, ihre Musik ertönt überall. In Deutschland z.B. wurde die Aborigines-Band Yothu Yindi vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit Peter Maffay auf seinem Album „Begegnungen“ bekannt. Auch Filme geben Einblicke in das Leben der Ureinwohner: 2006 entstand der Film „10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen“, der auf dem Filmfestival in Cannes den Kritikerpreis erhielt.

Aborigine mit Digderidoo

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