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kiwi’s column 12 – die australienkomlume

2. August 2011

Jetzt ist sie vorbei, die Fußballweltmeisterschaft der Frauen. Die Australierinnen flogen im Viertelfinale gegen Schweden raus, die Deutschen mussten sich auch im Viertelfinale gegen den neuen Weltmeister Japan geschlagen geben.  Also Gleichstand, was das angeht. Wir gönnen Japan den Triumph, diesem gebeutelten Land, das auch mal wieder eine Erfolgsnachricht brauchen konnte. Nach den schrecklichen Katastrophen der letzten Zeit ist es schön zu wissen, dass der Pokal hier an der richtigen Adresse ist. Dafür kann sich Australien über eine andere Auszeichnung freuen: Zum ersten Mal in der Geschichte der Frauenfußball-Weltmeisterschaft wurde die beste Nachwuchsspielerin des Turniers gewählt. Und die kommt 2011 aus Australien. Noch dazu ist sie erst 16 Jahre alt. Caitlin Foord wurde ausgezeichnet, weil sie mit ihrem dynamischen Spiel den Begegnungen ihren Stempel aufdrückte. Über die Außenbahnen trieb sie das Spiel an, schoss gute Flanken und hatte generell bei den zwei von ihr durchgespielten Spielen einen bleibenden Eindruck durch ihre Vielseitigkeit hinterlassen, ob defensiv oder als Spielmacherin. Gratulation!

Australien macht aber auch andere Schlagzeilen. Oder eigentlich ein Mann, der sein Heimatland schon lange verlassen hat und in den USA und Großbritannien doch recht erfolgreich ist. Medienmogul Rupert Murdoch steckt tief drin in seinem eigenen Medienskandal. Seine Zeitung „News of the World“ hatte die Telefone von 4000 Prominenten, Verbrechensopfern, Hinterbliebenen und Soldatenwitwen illegal abgehört und dafür auch Polizisten bestochen. Sogar der britische Premierminister David Cameron muss heute vor dem Sonerausschuß aussagen, er geriet vor allem unter Druck, als herauskam, dass die Murdoch-Managerin Rebekah Brooks  Gast zu seinem 44. Geburtstag war. Dieses Treffen war von der Regierung erst einmal verschwiegen worden. Insgesamt traf sich Cameron 27 Mal mit Murdoch-Managern, und das in nur 15 Monaten Amtszeit. Was für ein Filz… Das wird wohl noch spannend.

Und noch eine (kleine) Nachricht hat unsere Aufmerksamkeit erfasst: In Brisbane wurde eine 23-Jährige verurteilt, weil sie einer Maus mit einem Steakmesser den Kopf abtrennte, das ganze filmte und ins Internet stellte.  Dafür musste sie sich wegen Tierquälerei vor einem Gericht verantworten und erhielt 180 Tage gemeinnützige Arbeit als Strafe – und damit war sie noch gut bedient, denn nach in Australien herrschenden Gesetzen kann man für so eine Tat auch 2 Jahre ins Gefängnis gehen. Das ist dann wohl die neue Generation, die nicht nur im Hinterzimmer mal die eine oder andere Ekligkeit ausprobiert, nein, jetzt scheint man auch noch zeigen zu müssen, was man Greuliches getan hat. Wir verstehen die Welt nicht mehr, vielleicht sind wir einfach zu alt…

Herzliche Grüße

Eure Kiwis

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