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kiwi’s column 14 – die australienkolumne

23. Januar 2013

In Australien ist ja momentan einiges los. Und das sind nicht nur die D- bis Z-Promis, die sich zur Zeit im Dschungelcamp tummeln. Obwohl das wohl das ist, was die meisten Deutschen mit Australien verbinden, blickt man auf die Quoten von über 7 Millionen Zuschauern pro Sendung. Aber zugegeben, es ist wie eine Sucht, wenn man mal dabei ist. Auch ich bin „hooked“. Ja, jeden Abend reinzuschauen ins „Wohnzimmer“ der „Stars“, die man irgendwann richtig zu kennen glaubt – Pornosucht, Fettabsaugung, Hochstapler, fiese Eltern. Fast könnte man meinen, man kenne die Bewohner besser als so manchen Kollegen, mit dem man jeden Tag arbeitet.

Auf der anderen Seite gibt es in Australien zur Zeit wieder mal schlimme Waldbrände, die nicht unter Kontrolle zu bringen sind. Zwei Tote gab es schon, eine Leiche wurde in einem ausgebrannten Auto gefunden und ein Feuerwehrmann erlitt einen Herzinfark – Grund war die Hitze, die z.B. in Sydney bis zu 48,5 Grad Celsius gestiegen ist. Generell sind Buschbrände während Australiens Sommermonaten nichts Ungewöhnliches, doch in diesem Jahr sind Hitze und Trockenheit so groß, dass die Brände wieder einmal nicht unter Kontrolle gebracht werden können. Die örtlichen Behörden gehen davon aus, dass es noch wochenlang so weitergehen könnte. Hoffen wir, dass die Brände nicht noch mehr Opfer fordern.

Eine weitere Meldung zeigt uns, dass sich Geduld lohnt. Oder eine gute moderne Ausrüstung. Mit einem Metalldetektor hat ein Hobby-Goldsucher in Ballarat wirklich Glück gehabt: Er hat einen 5 Kilogramm schweren Goldklumpen gefunden, der auf 240.000 Euro geschätzt wird. 22 Zentimeter lang, 14 Zentimeter breit und an der dicksten Stelle 4,5 Zentimeter dick – so sieht das größte Goldstück aus, das seit Jahrzehnten aus den Goldreserven der Natur Victorias, die als erschöpft gelten, geholt wurde.

Die letzte Nachricht erfreut unser Herz als Fan von Gangstergeschichten sehr: Australiens berühmtester Vertreter dieser Gattung, Ned Kelly, wurde nun, nach 133 Jahren, endlich richtig beigesetzt. Bleibt die Frage, welche Reste da noch übrig waren. Viel nicht, vor allem, weil sein Kopf fehlt. In einem Massengrab war Kellys Skelett gefunden und mit Hilfe von DNS-Proben identifiziert worden. Ruhe sanft.

Herzliche Grüße

Eure Kiwis

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