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Australische Kultur

Kulinarische Metropole Melbourne

twa 31. Dezember 2009

Die Australier sind Feinschmecker – inzwischen. Während die australische Küche zu Beginn noch sehr von der englischen beeinflusst war (und über die kann man sich nunmal streiten), ist sie heute aus diesen Kinderschuhen herausgewachsen. Inzwischen ist Australien eine gelungene Symbiose aus verschiedensten Einflüssen gelungen. Ein Mix aus Europa und Asien, einzigartig ergänzt durch typisch australische Buschzutaten, wie dem Lemon Myrtle oder Wattleseed. Es gibt Südfrüchte genauso wie eine große Auswahl an Meeresfrüchten und Fischen und erstklassiges Fleisch aus eigener Zucht.

Und so wundert es nicht, dass Melbourne im März zum Mekka für Gourmets wird. Vom 12. bis zum 23. März 2010 richtet die Hauptstadt Victorias das Melbourne Food & Wine Festival aus. 250 Veranstaltungen drehen sich nur um das Thema Essen und Trinken. Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite www.melbournefoodandwine.com.au

Aborigines – die Ureinwohner Australiens

twa 8. November 2009

Die Aborigines wanderten vor ca. 50.000 Jahren von Indonesien nach Australien ein. Eigentlich sind sie gar kein einheitliches Volk, der Begriff führt ein wenig in die Irre, sondern es gibt viele kleine Stämme und Clans mit oft unterschiedlichen Bräuchen und Sprachen. Ihre Zahl wird zwischen 300.00 und gut 1 Millionen angegeben.

Doch mit der Ankunft der Weißen in Australien 1788 sank ihre Zahl wieder beträchtlich. Durch die Erklärung Australiens zu “Terra Nullius”, also unbewohntem Land, durch die britische Regierung wurden den Aborigines jegliche Rechte genommen. Eingeschleppte Krankheiten, aber auch handgreifliche Auseinandersetzungen und zuletzt sogar Versklavung reduzierte die Zahl der Aborigines auf nur noch 60.000 um 1920. Heute zählen sie wieder knapp eine halbe Million.
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Aber auch heute ist ihre Situation nicht leicht. Lange Zeit wurden sie per Gesetz von Mitbestimmung und oft auch Gerechtigkeit ausgeschlossen: Es gab Gesetze, die die Ehe von Weißen mit Aborigines verboten, sie durften offiziell keinen Alkohol zu sich nehmen und hatten keinen Anspruch auf eine staatliche Alterspension, um nur einige Punkte zu nennen. Es dauerte bis 1965, bis auch der letzte Staat (Queensland) das Wahlrecht endlich an die Ureinwohner vergab. Doch immer noch waren die Aborigines in vielen Staaten gesetzlichen Restriktionen ausgesetzt. Erst der 1975 eingeführte Racial Discrimination Act, der Diskriminierung aufgrund von Rasse untersagte, setzte alle regionalen, anders lautenden Gesetze außer Kraft.

Doch es gibt immer noch große Probleme: Im Durchschnitt gehören die Aborigines zu den ärmsten Bevölkerungsteilen Australiens. Ihre Arbeitslosenquote ist, verglichen mit dem australischen Durchschnitt, extrem hoch. Ihre Lebenserwartung liegt 10 Jahre unter der der weißen Australier und ihre Kindersterblichkeit ist immer noch doppelt so hoch.

Wirkliche Gleichberechtigung sieht anders aus. Und doch hat sich ein neues Selbstbewusstsein bei den Ureinwohnern Australiens entwickelt.

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Ihre Kunst wird heute in alle Länder der Welt exportiert, ihre Malereien ziehen interessierte Besucher in Galerien, ihre Musik ertönt überall. In Deutschland z.B. wurde die Aborigines-Band Yothu Yindi vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit Peter Maffay auf seinem Album „Begegnungen“ bekannt. Auch Filme geben Einblicke in das Leben der Ureinwohner: 2006 entstand der Film „10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen“, der auf dem Filmfestival in Cannes den Kritikerpreis erhielt.

Aborigine mit Digderidoo

Kunst der Aborigines in Frankfurt und Freiburg

twa 27. Oktober 2009

Wer Kunst von Aborigines sehen möchte, der muss nicht bis nach Australien fahren. In einer Ausstellung in Frankfurt zeigt die Galerie ArtKelch aus Freiburg, die sich auf zeitgenössische Kunst der Aborigines spezialisiert hat, vom 27. Oktober bis 3. November im Haus des VDMA in der Lyoner Straße 18 eine Auswahl aktueller Kunstwerke. Das Papunya Tula Artists Kunstzentrum, von dem die Werke stammen, ist ein indigener Zusammenschluss von Künstlern im Northern Territory, bei dem alle Erträge an die Künstler und deren Gemeinden zurückfließen. Das sollte man unterstützen, denn diese Einnahmen sind oft die einzige Geldquelle in diesen entlegenen Regionen. Wer sich also für die Kunst der Aborigines interessiert, sollte nach Frankfurt fahren und sich die Sachen anschauen. Wer weiter im Süden lebt, hat die Möglichkeit, gleich in der Galerie ArtKelch vorbeizuschauen, wo die Werke dann vom 7. November bis 5. Dezember zu besichtigen sind.

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Ballett aus Australien

twa 27. Oktober 2009

Wenn man an Australien denkt, dann an das Rote Zentrum, Sydney, Strand, Meer, Aborigines und das Great Barrier Reef. Künstlerisch vielleicht noch an die Sydney Opera und ein paar Museen. Aber Ballett in Australien? Das gibt es? Ja, das gibt es, und ein besonders gutes noch dazu: Das Queensland Ballet ist in Brisbane beheimatet, François Klaus, der künstlerische Direktor und Choreograph, war in Deutschland lange Zeit Solotänzer großer Ballettensembles. Im In- und Ausland ist die Kompanie aus Brisbane bekannt für ihre leidenschaftlichen und innovativen Arbeiten. Das Queensland Ballet tourt momentan durch Europa. Und ist dabei noch ein paar Tage in Deutschland. So ist es heute und morgen in Hamburg, am 31. Oktober in Potsdam und ab dem 3. November für ein paar Tage in Minden. Vielleicht einmal eine Möglichkeit, ein anderes Gesicht Australiens kennen zu lernen.

Hier gibt´s mehr Infos zu den Terminen in Deutschland und zur Kompanie: www.queenslandballet.com.au

Bush Tucker – Köstlichkeiten aus dem Busch

azi 2. Juni 2009

Als Bush Tucker bezeichnet man die Gesamtheit von Pflanzen und Tieren des australischen Buschs, die bereits den Aboriginies vor 50.000 Jahren als Nahrungsmittel dienten. Ihr Wissen wie man zur Nahrungssuche auf Jagd geht, Früchte, Nüsse, Samen und Wurzeln sammelt sowie Insekten fängt, wurde über die Jahrtausende hinweg von einer Generation an die Nächste weitergegeben.

Was beispielsweise aus der Natur gewonnen werden kann? Hier einige Beispiele:

Quadong = Frucht in Südaustralien, die vom Geschmack her an Pfirsich, Aprikose und ein wenig an Zimt erinnert

Macadamia = wächst an der Ostküste Australiens; sehr leckere Nuss, die auch in Europa gerne gegessen wird

Witchetty- Larve = dicke weiße Larve;  kann roh oder gegrillt gegessen werden, nussiger Geschmack

Damper = traditionelles, in der Kohle des Lagerfeuers gebackenes Buschbrot

Zwar wird Damper wie bereits erwähnt, traditionell im Lagerfeuer gebacken, doch lässt sich das Buschbrot auch gut in einem Backofen nachbacken. Wenn Sie Lust haben, können Sie es gerne zuhause selber ausprobieren:

Zutaten: 250 g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 TL Natron, 2 TL Butter,150 ml Milch und eine Prise Salz.

Zubereitung: Butter in warmer Milch schmelzen und gut aufschlagen. Mehl, Salz und Natron hinzufügen und zu einem Teig verarbeiten. Den Teig auf ein bemehltes Blech geben, zu einem Brot formen und die Oberfläche mit Mehl bestäuben. Den “Damper” bei 190 Grad backen, bis er braun ist. Guten Appetit :-)

Seit einigen Jahren hat nun „Australia’s native food” Einzug in die moderne australische Küche erhalten. So bedienen sich auch Sterneköche immer mehr den Naturressourcen und kombinieren diese mit den verschiedensten Küchen, wie zum Beispiel der Asiatischen Küche. Die Nachfrage nach Bush Tucker ist mittlerweile so groß geworden, dass ganze Bush-Tucker Restaurants eröffnet haben. Ein Grund für die steigende Nachfrage liegt vermutlich m Gesundheitsbewusstsein der heutigen Gesellschaft: Bush Tucker enthält in der Regel viele Nährstoffe wie Vitamin C, Eiweiß und/ oder zugleich einen niedrigen Fett-/ Cholesteringehalt.

Vielleicht haben Sie ja Lust etwas von Ihren Back-Erfahrungen zu berichten?

Bush Tucker

Bush Tucker