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News und Nachrichten

Elephanten als Brandschützer

twa 5. Februar 2012

In Australien sollen Elefanten als Brandschützer eingesetzt werden. Das fordert der Wissenschaftler David Bowman von der Universität Tasmanien in einem britischen Fachjournal. Er ist der Meinung, dass sie und evtl. auch Nashörner helfen könnten, den verheerenden Buschbränden, die Australien regelmäßig heimsuchen, Herr zu werden, indem sie das als Brandbeschleuniger geltende Weidegras, das ursprünglich extra aus Afrika eingeführt worden war und dessen unberechenbares Wachstum inzwischen kaum mehr einzudämmen ist, fressen.

Der Vorschlag stößt allerdings nicht überall auf Gegenliebe. Denn in der Vergangenheit haben eingeführte Tiere große Probleme bereitet. Durch die Absenz eigener Feinde konnten sie sich unkontrolliert ausbreiten, wie z.B. die Aga-Kröte aus Amerika, die als Schädlingsbekämpfer auf Zuckerrohrplantagen zum Einsatz kommen sollte. Heute ist sie mit ihrem giftigen Sekret eine Gefahr für einheimische Tiere.

Australischer Unternehmer schenkt Mitarbeitern 15 Millionen Dollar

twa 4. Februar 2012

Ein australischer Busunternehmer ist inoffiziell zum besten Chef der Welt ernannt worden. Am Erlös des Verkaufs seiner Firma hat Ken Grenda seine Beschäftigten mit umgerechnet ca. 12 Millionen Euro beteiligt. Hut ab! Die Höhe der Bonuszahlungen wurde an der Dauer des Arbeitsverhältnisses bemessen, und so erhielten die Arbeiter durchschnittlich 8.500 Dollar, wobei manche sogar bis zu 30.000 Dollar auf ihrem Konto fanden. Grenda wollte sich damit für die Loyalität und Treue seiner Mitarbeiter erkenntlich zeigen. „Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Leute, und wir hatten fantastische Mitarbeiter“, erklärte er der Herald Sun. „Wir hatten Leute, die seit 52 Jahren in der Firma sind oder sogar schon in zweiter Generation und das muss belohnt werden.“

Und das Beste daran ist, dass Grenda damit nicht seine Mitarbeiter trösten wollte, weil sie ihren Job verlieren, sondern dass er zudem noch darauf geachtet hat, dass alle weiterarbeiten können. Danke, Mr. Grenda, Sie haben uns den Glauben daran wiedergegeben, dass nicht jeder mit viel Geld nur auf seinen eigenen Teller schaut. Schade, dass es Menschen wie Sie heutzutage nicht mehr oft gibt. Denn nur für den Fall, dass jemand aus den oberen Etagen diese Meldung liest: Sie ist wahr. Und da wir gerade so euphorisch vom Guten im Menschen überzeugt sind, glauben wir doch tatsächlich, dass ihr, liebe Armani-Anzugträger, die Millionen, die ihr auf euren eigenen Konten hortet, in Wirklichkeit nur für eure Angestellten anlegt, die ihr bei Zeiten teilhaben lasst. Danke.

Homosexuelle Australier sind “ehefähig”

twa 3. Februar 2012

Homosexuelle Australier, freut euch, seit dem 1. Februar dürft ihr heiraten! Allerdings nicht in Australien selbst, denn das ist dem Land dann doch zu progressiv. Aber der erste Schritt ist gemacht: Australien stellt Schwulen und Lesben seit dem 1. Februar 2012 ein Ehefähigkeitszeugnis aus, so dass zumindest die in anderen, für die Homosexuellenehe offenen Ländern lebenden Australier heiraten können. In Australien ist eine Mehrheit im Parlament zu diesem Thema in weiter Ferne. Schade, denn die Bürger selbst scheinen da weit aufgeschlossener zu sein: Einer Umfrage zufolge würden sich 62% der Australier nicht an einer Homosexuellenehe stoßen.

Studie der OECD: Australien ist das lebenswerteste Land

twa 7. Januar 2012

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat in einer Studie die Lebensqualität in den verschiedenen Mitgliedsländer verglichen und herausgefunden, dass es sich in Australien am besten lebt. Damit liegt Australien noch vor Kanada. Die Studie “Better Life Index” vergleicht die Lebenssituation in den 34 Mitgliedstaaten der OECD. Dabei wurden elf Faktoren nebeneinander gestellt: Arbeitsplätze, Sicherheit, Wohnsituation, Einkommen, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit.

Australien hat dabei besonders gut in den Kategorien Qualität und Transparenz in der Verwaltung abgeschnitten, allerdings liegt es beim Einkommen (da liegt Luxemburg vorn) und bei der Bildung (hier hat Finnland die Nase vorn) nur im Mittelfeld. Die Seite der OECD ist schön gestaltet und macht Spaß. Also einfach mal reinschauen und selbst vergleichen: http://oecdbetterlifeindex.org

Neugeborene vertauscht

twa 20. Juli 2011

In einem Krankenhaus in Geelong, westlich von Melbourne, waren neugeborene Babys den falschen Müttern zugeteilt worden. Nach der Geburt waren sie mit den richtigen Armbändern versehen worden, die einer Verwechslung vorbeugen sollten, doch zum Stillen wurden sie in die Arme einer anderen gelegt. Das Krankenhauspersonal hatte sich nicht mehr vergewissert, dass sie auch das richtige Baby zur richtigen Mutter brachten. So stillten die beiden Frauen mehrere Stunden lang das falsche Baby. Nun wird untersucht, ob die Säuglinge sich dadurch evtl. eine Infektion zugezogen haben könnten.

Abschuss von Kamelen geplant

twa 12. Juni 2011

Spiegel Online berichtet, dass Australiens Regierung den Abschuss von über einer Millionen wilden Kamelen plant. Angeblich  sollen Kamele im Jahr rund 45 Kilogramm Methan ausstoßen. Die wilden Tiere in Australien zu töten, würde im Jahr so viel Treibhausgase sparen wie die Stilllgegung von 300.000 Autos. Und das scheint gar nicht mal so weit hergeholt zu sein, da auch die US-Umweltbehörde berechnet hat, dass ein Kamel auf gut ein Sechstel der Emissionen eines Autos kommt. Damit ist die Gesamtzahl der Autos zwar laut US-Umweltbehörde auf 200.000 geschrumpft, immerhin aber noch eine beachtliche Zalh.

Dennoch darf man sich fragen, wie es mit der menschlichen Seite aussieht. Denn einfach über eine Millionen Tiere zu tötn, ist wieder einmal eine typische Aktion für uns Zweibeiner. Wir können es halt. Immerhin sollen die getöteten Tiere zu Tierfutter verarbeitet werden, was den Kreislauf dann wenigstens schließt.  Und seit einigen Jahren gibt es Firmen, die Kamelfleisch zum Verzehr für Menschen bearbeiten. Dann würden die Tiere wenigstens nicht umsonst sterben.

Katastrophen schon Geschichte?

twa 19. April 2011

Der Nordosten Australiens hat sich scheinbar erstaunlich schnell von den Katastrophen der letzten Monate erholt. Wer weiß schon noch, dass die katastrophalen Überschwemmungen erst drei Monate her sind und der nachfolgende Zyklon Yasi im Februar weitere verheerende Verwüstungen anrichtete? Und am 16. April zeigten sich die Naturgewalten noch einmal in Form eines Erdbebens der Stärke 5,2, dessen Epizentrum nur knapp 500 Kilometer von Cairns entfernt lag. Wann kommt der Bundesstaat im Nordosten wieder zur Ruhe?

Jetzt zeigt sich Queensland wieder von seiner schönen Seite. Zumindest in der Werbung. Denn der Bundesstaat arbeitet hart daran, wieder als eines der schönsten Reiseziele der Welt zu gelten: 4 Millionen Euro lässt sich das australische Tourismusamt die Werbung für den “Sunshine State” kosten.

Doch es gibt ein Problem: Das Lone Pine Sanctuary, ein kleiner Zoo außerhalb von Brisbane, ist ein Beispiel dafür. Hier galt das “Koala-Frühstück” als große Attraktion. Brunchen und dabei von den trägen Koalas, die rundherum auf den Eukalyptusbäumen saßen, beim Essen beobachtet zu werden, war bei den Besuchern sehr beliebt. Aber die große Überschwemmung in diesem Sommer ließ den Zoo im Schlamm ersticken, die Tiere mussten evakuiert werden. Doch nur eine Woche nach der Überschwemmung konnte der Zoo wieder öffnen. Leider blieben die Besucher aus. Das, was dem Lone Pine Sanctuary passiert, ist nur ein Beispiel für die vielen, inzwischen wieder hergestellten Sehenswürdigkeiten Queenslands, die immer noch verlassen scheinen, da die meisten Gäste nicht wissen, dass sie bereits wieder für die Allgemeinheit zugänglich sind. Denn nach der schlimmsten Flut seit 1974 bleiben die Reisenden aus, das Tourismusland Queendsland kämpft gegen den Ruf, noch immer überflutet und verschlammt zu sein. Dem großen Einsatz vieler freiwilliger und professioneller Helfer war es zu verdanken, dass sich Städte wie Brisbane so schnell erholen konnten. Schon Ende März waren in Brisbane fast alle Hotels wieder geöffnet. Leider zu spät, denn die Saison neigt sich dem Ende zu. Der Spätsommer hat eingesetzt, die Temperaturen sind immer noch hoch, aber die Ausfälle durch die Überschwemmungen und den Zyklon können nicht mehr aufgefangen werden.

Mückenschutz gegen Dengue und Ross-River-Fieber

twa 6. April 2011

Das Centrum für Reisemedizin CRM hat eine konkrete Warnung vor dem Dengue-Virus für Australiens Nordosten ausgeschrieben. Seit Anfang 2011 gibt es im Ort East-Innisfail südlich von Cairns einen Fall von lokal begrenztem Denguefieber, bei dem bisher bei 55 Erkrankten Dengue-Viren nachgewiesen wurden. Das CRM empfiehlt, auf Schutz vor tag- und nachtaktiven Mücken auf keinen Fall zu verzichten.
Auch ein Fall von Ross-River-Fieber wurde gemeldet: In der Peel-Region im Südwesten Australiens wurden doppelt so viele Fälle von Ross-River-Fieber gemeldet als im Vorjahr und auch im Bundesstaat Victoria wurden 600 Erkrankungen gemeldet. Damit hat sich diese Krankheit weiter in Richtung Süden ausgebreitet. Auch dieses Fieber wird von einer Stechmücke übertragen. Deshalb rät das CRM, unbedingt auf den richtigen Mückenschutz zu achten.

Vom Winde verweht…

twa 21. Februar 2011

Bei einem Kunstfestival im australischen Perth wehte ein so starker Wind, dass er Teile einer mit Helium gefüllten Kunstskulptur mit sich riss. Das Werk des argentinischen Künstlers Tomas Saraceno war letzten Samstag bei einem internationalen Kunstfestival enthüllt worden, wenige Stunden nach der feierlichen Eröffnung flog das gute Stück dann davon. Schade.

Neuer Wirbelsturm verwüstet Australiens Norden

twa 16. Februar 2011

Es ist fast unglaublich: Australien kommt nicht raus aus den Katastrophen. Zwei Wochen nach dem verheerenden Sturm „Yasi“, der im Norden Australiens große Verwüstungen angerichtet hat, fegte nun der zweite große Wirbelsturm innerhalb zweier Wochen über Australien hinweg: „Carlos“ hat in Darwin Bäume entwurzelt und Stromleitungen gekappt. Mit 130 km/h brachte er am Mittwoch starken Regen und heftige Winde mit sich und führte auch zu Überschwemmungen. Der Flughafen und die Schulen Darwins wurden geschlossen, 120.000 Menschen sind in dieser Gegend vom Sturm betroffen. Wir drücken die Daumen, dass alles wieder gut wird.

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