twa 4. Februar 2011
Der Zyklon „Yasi“ hat den Norden Australiens mit voller Wucht getroffen. Mit bis zu 280 km/h hat er am Donnerstag die Küste Queenslands verwüstet. Dächer wurden abgedeckt, Häuser stürzten ein, Bäume fielen auf die Straßen und Flutwellen überschwemmten Gelände in Ufernähe. Plantagen wurden schwer beschädigt, die Überschwemmungen der letzten Wochen und der Sturm „Yasi“ sollen inzwischen umgerechnet über 4 Milliarden Euro Schaden verursacht haben. War noch bis gestern gemeldet worden, es habe keine Personenschäden gegeben, musste heute der Tod eines 23-jährigen Mannes beklagt werden. Außerdem werden noch immer zwei Männer vermisst. Queensland kommt nicht zur Ruhe.
4.000 Soldaten und 600 Polizisten haben nun mit den Aufräumarbeiten begonnen. Aber anhaltender Regen erschwert das Ganze. Die Behörden haben schnelle Hilfe versprochen, doch die betroffenen Bewohner glauben nicht wirklich daran: Schon beim letzten Zyklon 2006 haben die behördlichen Mühlen zu langsam gemahlen.
twa 19. Januar 2011
In Australien kämpfen die Menschen weiter gegen das Hochwasser. Nachdem bereits in den letzten Wochen das Wasser mehrere Regionen in Queensland überschwemmt hat und dabei 30 Menschen ums Leben gekommen sind, ist nun auch Victoria von dem Hochwasser betroffen. Der Bundesstaat liegt weiter südlich. In der 4000-Einwohner-Stadt Kerang brach ein Damm, auf den viele Hoffnungen gesetzt worden waren. Der Damm habe viele Jahre gehalten, doch jetzt war die Wassermenge übermächtig. Die Bewohner der Ortschaft wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Schon vorher stand die 14.000 Einwohner-Stadt Horsham etwa einen Meter unter Wasser. Ein erstes Todesopfer hat das Hochwasser in Victoria bereits gefordert: Ein 8-jähriger Junge war nahe der Stadt Shepparton in ein Wasserloch gestürzt, gestern fanden Taucher die Leiche.
Während die Überschwemmungen nun im südlichen Teil Australiens angekommen sind, ist das Hochwasser in den nordöstlichen Regionen von Queensland zurückgegangen. Nun wird das Ausmaß der Schäden erst sichtbar. In Brisbane ist bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Da die Kosten des Wiederaufbaus voraussichtlich in mindestens zweistelliger Millionenhöhe ausfallen werden, überlegt die Regierung nun, ob sie eine Hochwassersteuer einführen soll.
Für die massiven Regenfälle in Australien wird in erster Linie “La Niña” verantwortlich gemacht. Dieses Klimaphänomen bewirkt, dass sich das Wasser im westlichen Pazifik erwärmt und so stärker verdunstet. Das verdunstete Wasser kommt in Form starker Regenfälle wieder auf die Erde zurück.
twa 4. Dezember 2010
Die Internetseite Australien-Info hat eine neue 16-seitige Broschüre zum Thema Queensland ins Netz gestellt. Darin findet man kurze, aber gut gemachte Berichte zu verschiedensten Themen, die einen Queensland-Besucher interessieren könnten: z.B. Selbstfahrertouren wie der Great Tropical Drive, die Pacific Coast Touring Route u.ä., Infos zu den Themen Queensland mit dem Zug, Backpacking, Tauchen und Schnorcheln und Begegnungen mit australischen Ureinwohnern. Außerdem enthält das Heft auch Insider-Tipps und eine Vielzahl von Links. Für Reisende in diese Richtung sicher ein guter Wegweiser. Tipp zum Runterladen: Australien-Info nennt das Heft leider einfach nur “Queensland – Where Australia Shines – Beilage im Magazin TravelOne November 2010“. Da seid ihr richtig.

Und noch ein Tipp: Das Foto hier oben stammt aus dem Archiv von Kiwi Tours. Noch großartigere Fotos zum Thema Queensland findet ihr von Ingo Öland auf der Seite von Australien-Info. Scrollt einfach mal runter: www.australien-info.de
twa 1. Dezember 2010
Als am 16. Mai 2006 die Menschen in Brisbane grüne Feuerbälle am Himmel sahen, konnte sich niemand erklären, woher sie stammten. Manch einer sprach sogar von Außerirdischen. Ein Forscher hat nun eine Erklärung gefunden: Stephen Hughes von der Queensland University of Technology in Brisbane hat in einer britischen Fachzeitschrift beschrieben, dass die eigenartigen Erscheinungen von einem Meteoriten ausgelöst worden waren, der in die Erdatmosphäre eingetreten war. Dabei sei dieser zerbrochen und habe Sauerstoff ionisiert und deshalb grün geleuchtet. Laut Hughes soll es sich um den Meteoriten 73 P/Schwassmann-Wachmann 3 gehandelt haben.
Ein Stück des Kometen habe außerdem den elektrischen Widerstand so stark verringert, dass der Fluss elektrischer Ladung möglich wurde und zu einem Kugelblitz geführt habe, der einen Hang am Great Divide, Australiens größtem Gebirgszug, hinuntergerollt ist. Dass es sich hierbei um ein Trümmerstück gehandelt haben könnte, weist Hughes von sich: Die Kugel soll einen Durchmesser von rund 30 cm gehabt haben, solch große Trümmer wurden bisher nach einem Einschlag auf der Erde noch nicht entdeckt. Seine Schlussfolgerung zieht er aus der Tatsache, dass es keinen Einschlagstelle gibt, und aus Augenzeugenberichte, die besagen, dass sich die Kugel nur sehr langsam fortbewegt haben soll.
Wen die genauen Daten der Untersuchung interessieren, findet auf dem Internetauftritt der Queensland University of Brisbane die komplette Studie:
Hughes, Stephen W. (2010) Green fireballs and ball lightning
Tags: Brisbane
twa 29. November 2010
In Australien hat eine Braut eine leblose Frau aus dem Meer gerettet. Bei Hochzeitsaufnahmen am Strand von Glenelg hatte sie die Frau im Wasser entdeckt und war mit gerafftem Brautkleid von der Mole ins Meer gesprungen. Die Braut, eine Krankenschwester, konnte die leblose Frau wiederbeleben. Mit Sicherheit eines der schönsten Hochzeitsgeschenke, das man sich selbst machen kann.
twa 25. November 2010
Großer Erfolg für die australische Frauen-Fußballnationalmannschaft! Sie konnte sich gleich zwei der sieben Trophäen sichern, die von der Asian Football Confederation vergeben werden. Die „Matildas“ wurden als bestes Frauenteam der AFC ausgezeichnet und Kathryn Gill als beste Spielerin.
Wegbereitend für die Auszeichnungen war der Gewinn der Asienmeisterschaft 2010, mit der die Mannschaft sich gleichzeitig auch für die Frauen-Fußballweltmeisterschaft 2011 qualifizieren konnte. Beim Spiel gegen Nordkorea sorgten die „Matildas“ für eine Sensation: Nach dem 1:1 nach der Verlängerung ging das Spiel ins Elfmeterschießen, das Australien mit 5:4 für sich entscheiden konnte. Damit konnte Australien zum ersten Mal den Titel holen.
Nationalspielerin Kathryn Gill, die inzwischen vom schwedischen Club LdB Malmö wieder in die Heimat zurückgekehrt ist und nun für Perth Glory kickt, brachte sich mit ihrem Auftritt beim Finale gleich selbst in Führung: Sie erhielt die Auszeichnung als beste Spielerin der AFC.
twa 23. November 2010
Auf einem Flug von Denpasar nach Melbourne musste ein Flugzeug am Wochenende einen ungeplanten Zwischenstopp in Broome einlegen, weil ein Passagier auf einmal zu randalieren begann. Der aggressive Fluggast ging auf Besatzungsmitglieder los, konnte aber von zwei mitfliegenden Gefängniswärtern überwältigt werden. Trotzdem entschlossen sich die Piloten vorsichtshalber zu einer außerplanmäßigen Landung in dem im Norden Western Australias liegenden Broome.
Im Flugzeug befanden sich 148 Passagiere, die bei der harten Landung kräftig durchgeschüttelt wurden. Schuld waren die noch vollen Treibstofftanks, die das Flugzeug zusätzlich beschwerten. Nach dem unsanften Aufsetzen musste das Flugzeug erst einmal von Technikern überprüft werden, bevor es nach einigen Stunden seinen Flug fortsetzen konnte. Woher der plötzliche aggressive Anfall des Passagiers kam, ist nicht bekannt.
twa 28. Oktober 2010
Frauenfußball steht ja – zu Unrecht – im Schatten des großen Bruders Männerfußball. Aber heute sollten sich alle Fußball- und Australienfans doch den Kick des eigenen Frauenteams gegen das Lieblingsland geben. Denn heute Abend treffen die beiden Teams in der Volkswagen-Arena in Wolfsburg aufeinander. Anstoß ist um 18.30 Uhr, um 18.15 Uhr startet das ZDF die Übertragung.
Das Spiel verspricht spannend zu werden – denn Deutschland als derzeitiger Weltmeister trifft hier auf den aktuellen Asienmeister. Für die deutsche Frauenelf ist der Auftritt gegen das Team aus Australien das vorletzte Länderspiel im Jahr 2010. Ende November findet in Leverkusen noch eine Testpartie gegen Nigeria statt. Und nächstes Jahr geht es dann wieder um den Titel – hier in Deutschland. Wir freuen uns auf ein neues Sommermärchen.
Mehr Infos unter: www.zdf.de
twa 28. September 2010
Neuseeland besitzt eine ganze Menge eingeschleppter Raubtiere. Da die heimischen Vögel einen ganz besonderen, angeblich strengen Geruch besitzen, sind sie eine leichte Beute für die Tiere vom Kontinent. Der neuseeländische Forscher Jim Briskie und sein Team von der Universität in Canterbury haben nun drei Jahre lang Zeit, die Gerüche neuseeländischer Vögel im Vergleich zu kontinentalen zu untersuchen. Begonnen hatte Briskies Interesse, als er hörte, dass Leute den Geruch von Kiwis als pilzig beschrieben und Eulenpapageien angeblich wie muffige Geigenkästen riechen sollten. 330.000 Euro hat das Forscherteam von der Regierung für ihre Arbeit bekommen. Da bleibt doch die Frage, wie sinnvoll ein solches Untergangen ist. Denn weniger der starke Geruch als die Flugunfähigkeit der Vögel macht sie zu leichten Zielen. Ein karer Fall von verschleuderten Staatsgeldern…?
twa 15. September 2010
In Christchurch ist am 12. September das erste Kiwi-Baby dieses Jahres geschlüpft. Und obwohl die Neuseeländer momentan mit anderen Problemen zu kämpfen hatten, wie z.B. den Nachwirkungen des Erdbebens in Christchurch, war ihre Sorge um den Nationaltier-Nachwuchs noch größer.
Bei dem Erdbeben, das am 4. September Christchurch heimsuchte, waren in der 340.000-Einwohner-Stadt 7,1 auf der Richterskala gemessen worden. Gebäude waren eingestürzt, Straßen aufgerissen, es gab keine Telefonverbindungen mehr und auch keinen Strom, kein Gas oder Wasser. Im Willowbank-Schutzzentrum derselben Stadt sei das Ei während der Erdstöße im Inkubator hin- und hergerollt, aber nicht beschädigt worden, so Rory Newsam vom Umweltschutzministerium.
Nun ist eine Woche später der kleine Held geschlüpft. Getauft wurde er auch schon:auf den Namen “Richter” – nach der Richterskala.