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News und Nachrichten

Kampf gegen das Rauchen erreicht auch Australien

8. Juli 2012

Wir sind ja nun schon lange gewöhnt, dass man nicht mehr überall rauchen darf. Dass Rauchen schädlich ist, dass man als Nichtraucher Passivraucher wird und dass das ebenfalls gefährlich sein kann. Also wurden bei uns die Raucher kurzerhand aus den Lokalen verbannt, was an sich ja eine wirklich gute Idee war und ist. In Australien ist man da noch nicht so weit. Der fünfte Kontinent hat eindeutig Nachholbedarf. Ein Gesetz soll nun den ersten (etwas faden) Schritt machen: Mit Einheitsverpackung und Schockfotos (kennen wir das nicht schon?) sollen die australischen Raucher auf die Gefahren aufmerksam gemacht werrden. Die Industrie wehrt sich nun gegen die olivgrüne Verpackung mit dem fadenscheinigen Argument, dass die Einheitsverpackung angeblich dazu führe, dass sich die Zigaretten nur noch durch den Preis unterscheiden würden und so giftigere Billigware nich eher geraucht werden würde als die qualitativ hochwertigeren Marken. Auch Kinder würden so schneller zum Glimmstängel greifen. Trotzdem könnte das Gesetz im Dezember 2012 in Kraft treten.

Überreste von Riesenwombats aufgetaucht

25. Juni 2012

In Australien wurden jetzt die Überreste von 3 Meter langen und 2 Meter hohen Riesenwombats gefunden – die größten Exemplare, die je aufgetaucht sind. Die Gräber mit mindestens 20 Skeletten der so genannten Diprodotons befinden sich in einer abgelegenen Gegend Queenslands.

Die heutigen Nachkomen der Riesen sehen etwas anders aus: Die possierlichen Tierchen erreichen heute mit gerade mal gut 1 Meter Länge nur noch 1/3 der damaligen Größe. Früher hatten sie eher die Statur von Nashörnern und sind damit die größten Beuteltiere, die je auf der Erde gelebt haben. Klingt unglaublich, ist aber wahr. Ausgestorben sind die Riesen vor ca. 50.000 Jahren. Einen Grund dafür haben die Forscher noch nicht gefunden.

Auch heute muss man um den Bestand der Tiere fürchten. Eine unbekannte Leberkrankheit hat bereits 85% der australischen Wombats befallen. Diese Krankheit führt bisher immer zum Tod der befallenen Tiere. Man geht inzwischen davon aus, dass die Ernährung eine Rolle spielt, da sich die Wombats immer häufiger in Ermangelung gewohnter Pflanzen von giftigen Arten ernähren. Da kann man nur hoffen, dass der Grund bald vollständig geklärt ist und die kleinen Wombats nicht auch noch aussterben.

Featherdale Wildlife Park - Wombat

Wussten Sie schon…

10. Juni 2012

… dass die Australier große Fans des Eurovision Song Contest sind? Auch auf dem fünften Kontinent wird der Gesangswettbewerb auf dem Sender SBS live übertragen und 600.000 Australier haben sich begeistert an der Abstimmung beteiligt. Schweden gewann dort vor den lustigen russischen Großmüttern, ja das hat den Australiern sicher genauso gut gefallen wie uns. Soweit, so gleich. Doch dann ändert sich der Geschmack. Während im ESC Serbien, Aserbaidschan und Albanien die Plätze 3 bis 5 belegten, wollten die Australier hier lieber Irland, Italien und Dänemark sehen. Der Musikgeschmack der Australier scheint ein wenig mehr in Richtung Westeuropa zu gehen. Die Deutschen haben zur Erinnerung übrigens die Schweden auf Platz 1 gesetzt, danach kamen Serbien, Türkei, Russland, Albanien und Dänemark.
Die gesamte australische Abstimmung sah wie folgt aus:

1. Schweden – 72,186 Stimmen
2. Russland – 55,270
3. Irland – 50,314
4. Italien – 36,130
5. Dänemark – 33,638
6. Zypern – 27,538
7. Deutschland – 24,958
8. Griechenland – 22,328
9. Ukraine – 22,172
10. Island – 21,430
11. Moldavien – 21,220
12. Malta – 20,878
13. Türkei – 20,402
14. Mazedonien – 18,842
15. Norwegen – 17,694
16. Serbien – 17,160
17. Litauen – 15,472
18. Spanien – 14,164
19. Rumänien – 13,424
20. Großbritannien – 12,862
21. Frankreich – 12,150
22. Estland – 11,824
23. Albanien – 10,902
24. Aserbaidschan – 9,400
25. Bosnien & Herzegowina – 8,776
26. Ungarn – 7,336

Mehr Infos findet ihr auf der Seite von SBS unter www.sbs.com.au/eurovision

Elephanten als Brandschützer

5. Februar 2012

In Australien sollen Elefanten als Brandschützer eingesetzt werden. Das fordert der Wissenschaftler David Bowman von der Universität Tasmanien in einem britischen Fachjournal. Er ist der Meinung, dass sie und evtl. auch Nashörner helfen könnten, den verheerenden Buschbränden, die Australien regelmäßig heimsuchen, Herr zu werden, indem sie das als Brandbeschleuniger geltende Weidegras, das ursprünglich extra aus Afrika eingeführt worden war und dessen unberechenbares Wachstum inzwischen kaum mehr einzudämmen ist, fressen.

Der Vorschlag stößt allerdings nicht überall auf Gegenliebe. Denn in der Vergangenheit haben eingeführte Tiere große Probleme bereitet. Durch die Absenz eigener Feinde konnten sie sich unkontrolliert ausbreiten, wie z.B. die Aga-Kröte aus Amerika, die als Schädlingsbekämpfer auf Zuckerrohrplantagen zum Einsatz kommen sollte. Heute ist sie mit ihrem giftigen Sekret eine Gefahr für einheimische Tiere.

Australischer Unternehmer schenkt Mitarbeitern 15 Millionen Dollar

4. Februar 2012

Ein australischer Busunternehmer ist inoffiziell zum besten Chef der Welt ernannt worden. Am Erlös des Verkaufs seiner Firma hat Ken Grenda seine Beschäftigten mit umgerechnet ca. 12 Millionen Euro beteiligt. Hut ab! Die Höhe der Bonuszahlungen wurde an der Dauer des Arbeitsverhältnisses bemessen, und so erhielten die Arbeiter durchschnittlich 8.500 Dollar, wobei manche sogar bis zu 30.000 Dollar auf ihrem Konto fanden. Grenda wollte sich damit für die Loyalität und Treue seiner Mitarbeiter erkenntlich zeigen. „Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Leute, und wir hatten fantastische Mitarbeiter“, erklärte er der Herald Sun. „Wir hatten Leute, die seit 52 Jahren in der Firma sind oder sogar schon in zweiter Generation und das muss belohnt werden.“

Und das Beste daran ist, dass Grenda damit nicht seine Mitarbeiter trösten wollte, weil sie ihren Job verlieren, sondern dass er zudem noch darauf geachtet hat, dass alle weiterarbeiten können. Danke, Mr. Grenda, Sie haben uns den Glauben daran wiedergegeben, dass nicht jeder mit viel Geld nur auf seinen eigenen Teller schaut. Schade, dass es Menschen wie Sie heutzutage nicht mehr oft gibt. Denn nur für den Fall, dass jemand aus den oberen Etagen diese Meldung liest: Sie ist wahr. Und da wir gerade so euphorisch vom Guten im Menschen überzeugt sind, glauben wir doch tatsächlich, dass ihr, liebe Armani-Anzugträger, die Millionen, die ihr auf euren eigenen Konten hortet, in Wirklichkeit nur für eure Angestellten anlegt, die ihr bei Zeiten teilhaben lasst. Danke.

Homosexuelle Australier sind „ehefähig“

3. Februar 2012

Homosexuelle Australier, freut euch, seit dem 1. Februar dürft ihr heiraten! Allerdings nicht in Australien selbst, denn das ist dem Land dann doch zu progressiv. Aber der erste Schritt ist gemacht: Australien stellt Schwulen und Lesben seit dem 1. Februar 2012 ein Ehefähigkeitszeugnis aus, so dass zumindest die in anderen, für die Homosexuellenehe offenen Ländern lebenden Australier heiraten können. In Australien ist eine Mehrheit im Parlament zu diesem Thema in weiter Ferne. Schade, denn die Bürger selbst scheinen da weit aufgeschlossener zu sein: Einer Umfrage zufolge würden sich 62% der Australier nicht an einer Homosexuellenehe stoßen.

Studie der OECD: Australien ist das lebenswerteste Land

7. Januar 2012

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat in einer Studie die Lebensqualität in den verschiedenen Mitgliedsländer verglichen und herausgefunden, dass es sich in Australien am besten lebt. Damit liegt Australien noch vor Kanada. Die Studie „Better Life Index“ vergleicht die Lebenssituation in den 34 Mitgliedstaaten der OECD. Dabei wurden elf Faktoren nebeneinander gestellt: Arbeitsplätze, Sicherheit, Wohnsituation, Einkommen, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit.

Australien hat dabei besonders gut in den Kategorien Qualität und Transparenz in der Verwaltung abgeschnitten, allerdings liegt es beim Einkommen (da liegt Luxemburg vorn) und bei der Bildung (hier hat Finnland die Nase vorn) nur im Mittelfeld. Die Seite der OECD ist schön gestaltet und macht Spaß. Also einfach mal reinschauen und selbst vergleichen: http://oecdbetterlifeindex.org

Neugeborene vertauscht

20. Juli 2011

In einem Krankenhaus in Geelong, westlich von Melbourne, waren neugeborene Babys den falschen Müttern zugeteilt worden. Nach der Geburt waren sie mit den richtigen Armbändern versehen worden, die einer Verwechslung vorbeugen sollten, doch zum Stillen wurden sie in die Arme einer anderen gelegt. Das Krankenhauspersonal hatte sich nicht mehr vergewissert, dass sie auch das richtige Baby zur richtigen Mutter brachten. So stillten die beiden Frauen mehrere Stunden lang das falsche Baby. Nun wird untersucht, ob die Säuglinge sich dadurch evtl. eine Infektion zugezogen haben könnten.

Abschuss von Kamelen geplant

12. Juni 2011

Spiegel Online berichtet, dass Australiens Regierung den Abschuss von über einer Millionen wilden Kamelen plant. Angeblich  sollen Kamele im Jahr rund 45 Kilogramm Methan ausstoßen. Die wilden Tiere in Australien zu töten, würde im Jahr so viel Treibhausgase sparen wie die Stilllgegung von 300.000 Autos. Und das scheint gar nicht mal so weit hergeholt zu sein, da auch die US-Umweltbehörde berechnet hat, dass ein Kamel auf gut ein Sechstel der Emissionen eines Autos kommt. Damit ist die Gesamtzahl der Autos zwar laut US-Umweltbehörde auf 200.000 geschrumpft, immerhin aber noch eine beachtliche Zalh.

Dennoch darf man sich fragen, wie es mit der menschlichen Seite aussieht. Denn einfach über eine Millionen Tiere zu tötn, ist wieder einmal eine typische Aktion für uns Zweibeiner. Wir können es halt. Immerhin sollen die getöteten Tiere zu Tierfutter verarbeitet werden, was den Kreislauf dann wenigstens schließt.  Und seit einigen Jahren gibt es Firmen, die Kamelfleisch zum Verzehr für Menschen bearbeiten. Dann würden die Tiere wenigstens nicht umsonst sterben.

Katastrophen schon Geschichte?

19. April 2011

Der Nordosten Australiens hat sich scheinbar erstaunlich schnell von den Katastrophen der letzten Monate erholt. Wer weiß schon noch, dass die katastrophalen Überschwemmungen erst drei Monate her sind und der nachfolgende Zyklon Yasi im Februar weitere verheerende Verwüstungen anrichtete? Und am 16. April zeigten sich die Naturgewalten noch einmal in Form eines Erdbebens der Stärke 5,2, dessen Epizentrum nur knapp 500 Kilometer von Cairns entfernt lag. Wann kommt der Bundesstaat im Nordosten wieder zur Ruhe?

Jetzt zeigt sich Queensland wieder von seiner schönen Seite. Zumindest in der Werbung. Denn der Bundesstaat arbeitet hart daran, wieder als eines der schönsten Reiseziele der Welt zu gelten: 4 Millionen Euro lässt sich das australische Tourismusamt die Werbung für den „Sunshine State“ kosten.

Doch es gibt ein Problem: Das Lone Pine Sanctuary, ein kleiner Zoo außerhalb von Brisbane, ist ein Beispiel dafür. Hier galt das „Koala-Frühstück“ als große Attraktion. Brunchen und dabei von den trägen Koalas, die rundherum auf den Eukalyptusbäumen saßen, beim Essen beobachtet zu werden, war bei den Besuchern sehr beliebt. Aber die große Überschwemmung in diesem Sommer ließ den Zoo im Schlamm ersticken, die Tiere mussten evakuiert werden. Doch nur eine Woche nach der Überschwemmung konnte der Zoo wieder öffnen. Leider blieben die Besucher aus. Das, was dem Lone Pine Sanctuary passiert, ist nur ein Beispiel für die vielen, inzwischen wieder hergestellten Sehenswürdigkeiten Queenslands, die immer noch verlassen scheinen, da die meisten Gäste nicht wissen, dass sie bereits wieder für die Allgemeinheit zugänglich sind. Denn nach der schlimmsten Flut seit 1974 bleiben die Reisenden aus, das Tourismusland Queendsland kämpft gegen den Ruf, noch immer überflutet und verschlammt zu sein. Dem großen Einsatz vieler freiwilliger und professioneller Helfer war es zu verdanken, dass sich Städte wie Brisbane so schnell erholen konnten. Schon Ende März waren in Brisbane fast alle Hotels wieder geöffnet. Leider zu spät, denn die Saison neigt sich dem Ende zu. Der Spätsommer hat eingesetzt, die Temperaturen sind immer noch hoch, aber die Ausfälle durch die Überschwemmungen und den Zyklon können nicht mehr aufgefangen werden.

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