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Flora und Fauna

Mit Aborigines durch Regenwald wandern

21. Januar 2013

Einmal die Welt der Aborigines mit ihren Augen sehen. Das kann man jetzt bei den von der Djabugay Native Aboriginal Corporation ins Leben gerufenen Rundgängen durch die Regenwälder des tropischen Nordens. Eine dreiviertel Stunde geht es in der Nähe der Barron Falls Station über die Naturpfade.
Barron Falls als Ausgangspunkt der Aborigines-Touren bedeutet, dass die Teilnehmer der Walking Tours von Caravonica in der Nähe von Cairns erst mal zur Station hinauffahren müssen. Die Fahrt mit der berühmten Gondel bis Kuranda ist schon Erlebnis für sich. 7,5 Kilometer lang geht es über die Wipfel des Daintree Rainforest.  Oneway dauert sie bereits eineinhalb Stunden.

Dann geht es zum Spaziergang durch den Regenwald. Begleitet werden die Teilnehmer, die in angenehmen Gruppengrößen von maximal 10 Personen durchgeführt werden, immer von Djabugay Guides. In ihren eigenen Worten erzählen Sie von ihrer Sprache, Geschichte, Kultur, ihren Pflanzen und Tieren. Mehr Infos zu den Djabugay Touren gibt es unter www.skyrail.com.au/tours/djabugay-return

Kuranda Skyrail

Australien, wie es nur wenige kennen – eine Artikelserie (Teil 5)

22. Dezember 2012

Australien, wie es nur wenige kennen – mit spektakulärer Natur, außergewöhnlichen Aktivitäten und einzigartigen Begegnungen: Unsere Artikelserie vermittelt Einblicke in die eher verborgenen Winkel des fünften Kontinents und gibt Anregungen für weitere Recherchen. Zum Beispiel auf der Webseite www.nothinglikeaustralia.com/de, die Tourism Australia unter dem Motto „Australien – einfach unvergleichlich“ eingerichtet hat: Hier sind unter anderem zahlreiche Geheimtipps zu finden, die Urlauber von ihren Entdeckungen auf dem Fünften Kontinent mitgebracht haben…

Thermalquellen unter Palmen. Ein heißes Bad im grünen Outback

Wer auf dem legendären Stuart Highway den australischen Kontinent durchquert, ist meist lange unterwegs. Da wächst die Sehnsucht nach Entspannung – und wird plötzlich auf wundersame Weise gestillt: bei einem herrlich-heißen Bad in den Thermalpools von Mataranka.
Sie heißen „Rainbow Spring“ und „Bitter Spring“ und sie sorgen mit ihrer konstant hohen Temperatur von etwa 34 Grad Celsius für eine überaus wohltuende Rast. Im Gegensatz zu vielen anderen australischen Gewässern, in denen sich Krokodile tummeln, kann hier unbesorgt gebadet werden.
Pandanus- und Papierrindenbäume, Schirmpalmen und Eukalyptusgewächse bilden in der Umgebung der Quellen einen dichten, oft dschungelartigen Wald, weshalb auch von der „Oase Mataranka“ gesprochen wird. Im sonst eher trockenen und lichten Outback des Northern Territory lassen Wasser und Vegetation eine zauberhafte Idylle entstehen.
Bunte Kingfisher – die australische Eisvogel-Variante – werden auch durch größere Besuchergruppen nicht dabei gestört, über dem kristallklaren Wasser der Pools auf Beute zu lauern. Für die Jagd nach Insekten haben Baumspinnen große, kunstvolle Netze gewebt, die im Sonnenlicht leuchten. Und in manchen Monaten sind die grünen Baumkronen von Scharen faszinierender Flughunde geschwärzt.
Mataranka, etwa 100 km südlich der Stadt Katherine gelegen, hat aber noch weit mehr zu bieten als ein Entspannungsbad: Bekannt, ja geradezu berühmt wurde der Ort durch den Roman „We of the Never Never“ (1908), in dem die Autorin Jeannie Gunn ihr spannendes Leben auf der Rinderzuchtstation Elsey Homestead schildert. Für die Verfilmung des Romans wurde das Farmhaus vor etwa 30 Jahren eigens wieder aufgebaut. Heute ist die „Homestead Replica“ ein reizvolles Ausflugsziel.und Ausgangspunkt für weitere Erkundungen im Elsey Nationalpark mit seinen attraktiven Wander- und Wasserwegen.

INFOS zu den Thermalquellen in Mataranka:

Wo genau: Mataranka ist ein kleiner Ort am berühmten Stuart Highway, der Australiens Zentrum von Nord nach Süd durchquert, etwa 430 km südlich von Darwin im Northern Territory. Die 250-Seelen-Gemeinde ist das „Tor“ zum Elsey National Park, in dem sich die Thermalquellen Rainbow Spring und Bitter Spring befinden. Bekannt wurde die Region auch durch den – verfilmten – Roman „We of the Never Never“ von Jeannie Gunn.

Wie hinkommen? Zum Beispiel im Rahmen der 21-Tage-Reise „Australien intensiv“ von KIWI TOURS, München (Mataranka am 11. Tag). Mehr dazu unter www.kiwitours.com

Australien, wie es nur wenige kennen – eine Artikelserie (Teil 4)

18. Dezember 2012

Australien, wie es nur wenige kennen – mit spektakulärer Natur, außergewöhnlichen Aktivitäten und einzigartigen Begegnungen: Unsere Artikelserie vermittelt Einblicke in die eher verborgenen Winkel des fünften Kontinents und gibt Anregungen für weitere Recherchen. Zum Beispiel auf der Webseite www.nothinglikeaustralia.com/de, die Tourism Australia unter dem Motto „Australien – einfach unvergleichlich“ eingerichtet hat: Hier sind unter anderem zahlreiche Geheimtipps zu finden, die Urlauber von ihren Entdeckungen auf dem Fünften Kontinent mitgebracht haben…

„Zweite Chance“ für Beuteltiere. Stippvisite im Koala-Hospital

Unter den Sympathieträgern des „fünften Kontinents“, Australien, ist der Koala sicher der putzigste. Dabei beruht die Sympathie nicht sonderlich auf Gegenseitigkeit: Den Menschen geht das extrem ruhebedürftige Beuteltier lieber aus dem Weg. Trotzdem kommt es immer wieder zu Kollisionen, deren böse Folgen im Koala-Hospital von Port Macquarie für Hochbetrieb sorgen.
Es ist eine weltweit einzigartige Einrichtung – und für Besucher der australischen Ostküste ein überaus reizvolles Ziel. Nirgendwo sonst kann man so vielen Koalas so nah kommen wie in diesem Hospital: Bis zu 90 Tiere gleichzeitig werden hier liebevoll behandelt und für das „zweite Leben“ in der Natur aufgepäppelt. Etwa 200 bis 300 Koalas können das Hospital im Jahr wieder verlassen.
Verkehrsunfälle, Waldbrände, Hundebisse – das sind die häufigsten Ursachen für eine Einweisung in das Koala-Hospital. Vor fast 40 Jahren eröffnet, beschäftigt das Haus rund 120 Tierärzte und Pfleger. Viele von ihnen sind Freiwillige aus aller Welt, die sich hier engagieren. Träger der Einrichtung ist die 1973 gegründete Koala Preservation Society of New South Wales.
Interessierte Besucher sind im Hospital in der Lord Street von Port Macquarie immer willkommen; das Haus ist jeden Tag zwischen 8 Uhr und 16 Uhr geöffnet. Die besten Fotomotive ergeben sich morgens ab 8 Uhr und nachmittags ab 15 Uhr, wenn die allgemeine Fütterung der Koalas läuft. Der Speiseplan erscheint faszinierend simpel: Eukalyptusblätter – sonst nichts; nur ein Teil der Patienten muss zeitweise mit einer Spezialnahrung aus Proteinen und Getreideflocken im Fläschchen gefüttert werden. Dennoch sind die Koalas auf ihre Weise sehr wählerisch: Sie fressen nur handverlesene Blätter von wenigen ausgesuchten Eukalyptus-Arten. Und davon gibt es in Australien weit über 500!
Mit Fressen und Schlafen verbringen die Koalas den größten Teil ihres Lebens, genauer gesagt: etwa 23 Stunden am Tag. In Bewegung sieht man sie höchstens eine Stunde lang. Noch seltener haben Koalas das Bedürfnis zu trinken: Die Eukalyptusblätter enthalten ausreichend Flüssigkeit – wenn nicht gerade extreme Trockenheit herrscht.
„Nicht-Trinker“: Diese Eigenschaft hat den niedlichen Beuteltieren auch zu ihrem Namen verholfen. In einer der Aborigines-Sprachen heißt das nämlich – „ko-a-la“.

INFOS zum Koala-Hospital, Port Macquarie:

Wo genau: Port Macquarie ist ein populärer Badeort mit rund 40 000 Einwohnern an der Küste des australischen Bundesstaats New South Wales, zwischen Sydney und Brisbane gelegen. Neben dem Koala-Hospital zählen vor allem seine Sandstrände und ein reizvolles Regenwald-Reservat zu den Attraktionen.

Wie hinkommen? Zum Beispiel im Rahmen der 30-Tage-Reise „Naturwunder Australiens“ von KIWI TOURS, München (Port Macquarie am 5. Tag). Mehr dazu unter www.kiwitours.com

Australien, wie es nur wenige kennen – eine Artikelserie (Teil 3)

14. Dezember 2012

Australien, wie es nur wenige kennen – mit spektakulärer Natur, außergewöhnlichen Aktivitäten und einzigartigen Begegnungen: Unsere Artikelserie vermittelt Einblicke in die eher verborgenen Winkel des fünften Kontinents und gibt Anregungen für weitere Recherchen. Zum Beispiel auf der Webseite www.nothinglikeaustralia.com/de, die Tourism Australia unter dem Motto „Australien – einfach unvergleichlich“ eingerichtet hat: Hier sind unter anderem zahlreiche Geheimtipps zu finden, die Urlauber von ihren Entdeckungen auf dem Fünften Kontinent mitgebracht haben…

Farbenspiel im Kratersee: Das Geheimnis des „Blue Lake“

Die unendlich vielfältige Natur Australiens hat der Wissenschaft schon man­ches Rätsel aufgegeben. Ein Kratersee im Süden des Kontinents bereitete Geo­logen und Biologen über Jahrzehnte hinweg besonderes Kopfzerbrechen. Wa­rum nur, fragten sie sich bis vor kurzem, wechselt das Wasser quasi über Nacht seine Farbe…?

In den Wintermonaten zeigt sich die Oberfläche des „Blue Lake“ in der Caldera des Mount Gambier in einem eher trüb wirkenden Ton zwischen Grau und Türkis. Doch dann, kaum dass die Temperaturen, meist im November, auf Frühlings-Grade geklettert sind, wechselt die Wasserfarbe zu einem leuchtenden, klaren Kobaltblau.

Bis in den März hinein macht der Blue Lake seinem Namen alle Ehre – bis die herbst­­lich-fallenden Temperaturen den alten Zustand wiederherstellen.

Komisch? Nein, ganz natürlich. Der komplizierte Mechanismus, der den regel­mä­ßi­gen Farbwechsel verursacht, wurde allerdings erst nach und nach enthüllt. An dem geheimnisvollen Spiel sind sowohl Algen als auch winzige Kalkteilchen beteiligt, die in Abhängigkeit von der Wassertemperatur mal für Trübung, mal für Klärung sorgen.

Heute wird das Phänomen etwa so erklärt, dass die Algen in der kalten Jahreszeit die Oberhand behalten und das Wasser trüben, während das im Frühjahr und Sommer erwärmte Wasser Kalziumkarbonat entstehen lässt, das die Lichtreflektion zu dem fast unwirklichen Blau hin verändert. Gleichzeitig sorgt eine chemische Reaktion mit organischen Säuren für die Klärung des Wassers.

Das Farbenspiel des Blue Lake ist übrigens keineswegs die einzige Attraktion dieser vulkanischen Region. Hier gibt es weitere schöne Maare, ausgedehnte Höhlen­systeme, eine wundervolle Flora und Fauna sowie kulinarische Highlights: zum Beispiel den hervorragenden Hummer von der nahen Limestone Coast. Und ganz in der Nähe wächst der dazu passende süffige Weißwein.

INFOS zum Blue Lake, Mount Gambier:

Wo genau: Der Blue Lake ist ein Kratersee im austra­lischen Bundesstaat South Australia, unweit der Stadt Mount Gambier. Sie gilt als Zentrum der attraktiven Limestone Coast und liegt etwa in der Mitte zwischen Melbourne (Victoria) und Adelaide (South Australia).

Wie hinkommen? Zum Beispiel im Rahmen der 23-Tage-Reise „Rote Erde – weites Land“ von KIWI TOURS, München (Mount Gambier am 8. Tag). Mehr dazu unter www.kiwitours.com

Australien, wie es nur wenige kennen – eine Artikelserie (Teil 2)

10. Dezember 2012

Australien, wie es nur wenige kennen – mit spektakulärer Natur, außergewöhnlichen Aktivitäten und einzigartigen Begegnungen: Unsere Artikelserie vermittelt Einblicke in die eher verborgenen Winkel des fünften Kontinents und gibt Anregungen für weitere Recherchen. Zum Beispiel auf der Webseite www.nothinglikeaustralia.com/de, die Tourism Australia unter dem Motto „Australien – einfach unvergleichlich“ eingerichtet hat: Hier sind unter anderem zahlreiche Geheimtipps zu finden, die Urlauber von ihren Entdeckungen auf dem Fünften Kontinent mitgebracht haben.


Shark Bay, Westaustralien: „Blumenkohl“ aus der Urzeit und Herden weidender Seekühe
Versteinerter Blumenkohl…? Der bärtige Australier lacht schallend: „Du meinst sicher unsere Stomatholiten im Hamelin Pool. Fahr einfach’ noch 200 km nach Norden, dann geht’s mal links in die Shark Bay Road. Irgendwann wieder rechts – kannste nicht verpassen. Aber vergiss nicht zu tanken. Die Zapfsäulen sind rar in unserer Gegend…!“

Shark Bay, Western Australia. Ein wahres Zauberwort, hinter dem sich endlos viele Attraktionen verbergen. Die Haie, die der Weltnaturerbe-Region den Namen gaben, haben noch die geringste Bedeutung; dafür: lebende Fossilien, neugierige Delphine ohne Menschenscheu, seltene Seekühe in großen Herden. Und phantastische Landschaften: Sanddünen, die an die Sahara erinnern, hohe Cliffs, Mangroven, weiße Mammutstrände am Indischen Ozean, von Milliarden winziger Herzmuscheln gebildet.

Dass die Shark Bay schon 1991 von der UNESCO zur World Heritage Area erklärt wurde, ist vor allem den Stomatholiten zu verdanken – jenen geheimnisvollen Skulpturen im seichten Küstenwasser von Hamelin Pool, die an steingewordenen Blumenkohl erinnern. Es gibt nur wenige Plätze auf der Erde, in denen diese ältesten Lebensformen der Erde heute zu sehen sind: Von Mikroben im Zeitlupentempo aufgebaut, brauchten die heutigen Formationen 2000 bis 3000 Jahre.

Es sind damit sehr junge Fossilien, während ihre Vorfahren bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die damals noch junge Erde bevölkerten. Im kleinen, sehenswerten Museum der alten Telegrafenstation von Hamelin Pool werden die kuriosen „Gewächse“ anschaulich erklärt. Von dort aus führt auch ein Weg direkt zu den Stomatholiten, die von einem 200 m langen Steg aus bequem betrachtet werden können.

Auf dem Weg nach Denham, mit 1200 Nachfahren von Perlenfischern der Hauptort der Region, ist ein weiteres Naturwunder zu entdecken: der 40 km lange Shell Beach, der aus winzigen Herzmuscheln besteht – in Tausenden von Jahren angeschwemmt und bis zu zwölf Meter hoch aufgetürmt. Mit den „zusammengebackenen“ Muscheln wurden früher sogar Häuser gebaut, zum Beispiel die St. Andrews Church und das Old Pearlers Restaurant in Denham.

Denham ist das Sprungbrett zur wohl populärsten Attraktion der Shark Bay: Monkey Mia, Tummelplatz von zutraulichen Delphinen, die sich hier täglich füttern lassen. Ein großartiges Erlebnis, das man hautnah im nur knietiefen Wasser oder von einem Boot aus erleben kann. Mindestens ebenso spektakulär die Begegnung mit Dugongs – einer seltenen Seekuh-Art, die hier wegen des größten Seegrasvorkommens der Welt hervorragend weiden kann. Rund 10 000 so genannter Gabelschwanzseekühe soll es in der Shark Bay geben: wundersame Urtiere, die bis zu 3,5 m lang werden und die schon vor 50 Millionen Jahren gelebt haben sollen.

Wer Zeit hat, kann in der Region noch vieles entdecken: Meeresschildkröten und Rochen, Bürstenkänguruhs und andere seltene Beuteltiere. Dazu eine überaus vielfältige Natur, die von zahlreichen kurzen Bushwalks erschlossen wird – gekrönt von phantastischen Sonnenuntergängen etwa am Eagles Bluff oder auf den Zuytdorp Cliffs, bis zu 240 Meter hoch über den Wellen, die hier nicht selten von munteren Buckelwalen durchpflügt werden.

INFOS zur Shark Bay, West-Australien:

Wo genau: Die Shark Bay liegt etwa 800 km nördlich von Perth, der Hauptstadt des australischen Bundesstaates Western Australia.

Wie hinkommen? Zum Beispiel im Rahmen der 17-Tage-Reise „Australiens einzigartiger Westen“ von KIWI TOURS, München. Mit Besuch des Shark Bay Interpretive Centre in Denham. Mehr dazu unter www.kiwitours.com.

Australien, wie es nur wenige kennen – eine Artikelserie (Teil 1)

6. Dezember 2012

Australien, wie es nur wenige kennen – mit spektakulärer Natur, außergewöhnlichen Aktivitäten und einzigartigen Begegnungen: Unsere Artikelserie vermittelt Einblicke in die eher verborgenen Winkel des fünften Kontinents und gibt Anregungen für weitere Recherchen. Zum Beispiel auf der Webseite www.nothinglikeaustralia.com/de, die Tourism Australia unter dem Motto „Australien – einfach unvergleichlich“ eingerichtet hat: Hier sind unter anderem zahlreiche Geheimtipps zu finden, die Urlauber von ihren Entdeckungen auf dem Fünften Kontinent mitgebracht haben…

Die „Zwölf Apostel“ an der Great Ocean Road – wirklich 12?

Australiens meistfotografiertes Motiv, da gibt es keinen Zweifel, ist der Uluru im Roten Zentrum des Kontinents, den meisten Europäern eher als Ayers Rock geläufig.  Und die Nummer zwei? Wahrscheinlich die „Zwölf Apostel“ an der Traumstraße „Great Ocean Road“. Zweifel daran betreffen aber weniger die Rangfolge als die Zahl der Apostel… Wer die spektakulären Kalkfelsen an der tosenden Südküste des Bundesstaates Victoria zählt, kommt tatsächlich nur bis zur Zahl acht. Wo aber sind die anderen vier? Hat es sie überhaupt jemals gegeben? Und wenn ja, was ist mit ihnen passiert? Von einer der bis zu 60 m hohen Felsennadeln weiß man es genau: Sie fiel im Juli des Jahres 2005 bei besonders rauer See in sich zusammen. Das Schicksal der Erosion, dem gerade der Kalksandstein nicht entrinnen kann, hatte sie ereilt. Es gab also zuvor mindestens neun „Apostel“.

Und vielleicht hat man früher noch eine etwas entfernt stehende Dreier-Felsengruppe dazu gezählt, die allerdings eine eigene Identität hat: The “Three Sisters“ – die „drei Schwestern, von denen es seit 2009 auch nur noch zwei gibt. Überliefert dagegen ist, dass die „Zwölf Apostel“ in früheren Zeiten einen weniger ehrfurchtgebietenden, geradezu derben Namen trugen: Noch Anfang der 1920er Jahre wurden die Felsen „The Sow & Piglets“ genannt – also „Sau & Ferkel“. Die wachsende touristische Popularität rief nach einer appetitlicheren Bezeichnung, und so wurden die „zwölf Apostel“ geboren.

Im Gegensatz zum massiven Uluru, dem heiligen Berg der Aborigines, sind die „Apostel“ an der grandiosen Küstenstraße von Victoria nicht unsterblich. Geologen fürchten, dass die verbliebenen Felsenspitzen den Pazifikwellen nur noch wenige Jahrzehnte trotzen können. Immerhin: Eine Weile noch bleiben die „Apostel“ eines der lohnendsten Ziele jeder Australienreise – mit ihrem je nach Sonneneinfall wech­selnden Farbenspiel und der großartigen Szenerie des mehrere hundert Kilometer langen Küstenabschnitts ein unvergessliches Erlebnis.

INFOS zur Great Ocean Road:

Wo genau: Die Great Ocean Road liegt im australischen Bundesstaat Victoria und gilt als eine der schönsten Traumstraßen der Welt. Sie beginnt etwa 75 km südwestlich von Melbourne in Geelong und erstreckt sich rund 250 km entlang der australischen Südküste Küste bis Warnambool.

Wie hinkommen? Zum Beispiel im Rahmen der 17-Tage-Reise „Traumvielfalt des 5. Kontinents“ von KIWI TOURS, München (Ausflugspaket). Mehr dazu unter www.kiwitours.com

UNESCO will das Great Barrier Reef auf die Liste der gefährdeten Welterbe setzen

19. September 2012

Immer wieder hört man Schreckensnachrichten darüber, dass das Great Barrier Reef, das schönste, farbenfroheste und beliebteste Riff der Erde, kaputt zu gehen droht. Nun hat auch die UNESCO Alarm geschlagen. Sie droht mit der Aufnahme des Riffs auf die Liste der „gefährdeten Weltnaturerbe“.

Bis Februar 2013 hat Australien nun Zeit, um sich geeignete Gegenmaßnahmen zu überlegen. Doch da gibt es noch Handlungsbedarf: Nach einem Artikel von Handelsblatt Online sieht der Premier von Queensland es nicht ein, den Ausbau der Kohle- und Gasindustrie zu bremsen. Laut Spiegel Online sind die vielen Touristen mit ein Problem für das Riff. Außerdem ist ein immer größerer Schiffsverkehr durch das Riff wohl eines der Hauptprobleme. Wenn die neue Kohlemine Wongai 150 Kilometer von Cooktown genehmigt wird, wird der Bedarf an Schifffahrten durch das Riff weiter steigen.

Great Barrier Reef: Fische mit Melanomen gefangen

21. August 2012

Wie der Züricher Tagesanzeiger berichtet, haben Wissenschaftler am Great Barrier Reef Fische mit Melanomen gefangen. Können Fische also auch Hautkrebs bekommen? Diesem Phänomen versucht man nun auf den Grund zu gehen.

Scheinbar wir der schwarze Hautkrebs bei Fischen ebenso wie beim Menschen durch UV-Strahlung ausgelöst. Gerade in Australien ist die Ozonschicht besonders angegriffen und so erreicht die volle Kraft der Sonne die Erde und auch das Wasser. Mitarbeiter der britischen Universität Newcastle hatten an zwei Stellen des Great Barrier Reefs insgesamt 136 Leopardenbarsche gefangen, von denen 20 schwarze Flecken auf der Haut hatten, die sich später als Melanome herausstellten.  Hautkrebs-Phänomen sind Forschern nicht unbekannt. Doch bisher kamen sie nur im Labor vor, wo der Krebs zu Forschungszwecken absichtlich hervorgerufen wird.  Dies geschieht bei der Kreuzung von verschiedenen Arten, die dann UV-Strahlung ausgesetzt werden.  Auch im Fall der Leopardenforellen vom Great Barrier Reef gehen die Wissenschaftler davon aus, dass sie sich mit anderen Arten paaren und aus diesem Grund genetisch leichter angreifbar werden.

Nachtaktive Tiere im Kakadu Nationalpark erleben – natürlich bei Nacht

22. Juli 2012

In Australien gibt es zahlreiche nachtaktive Tiere. Natürlich auch in den Nationalparks. Bei Tagestouren wird man diesen selten begegnen. Also hat sich der Kakadu Nationalpark nun eine besondere Attraktion einfallen lassen: Auf einer Night Wildlife Boat Cruise, die vom Kakadu Culture Camp im Muirella Park Campground geht, kann man Krokodile, Vögel, Schlangen und sogar den Barramundi, dem bekanntesten Speisefisch Australiens sehen. Die Nacht verbringt man dann in Deluxe Safari Zelten. Auch eine großartige Art, Natur zu erleben!

http://kakaduculturecamp.com/

Ausgefallene Attraktion im Outback: ein Dinosaurier-Museum

6. Juli 2012

Im Outback gibt es eine neue Attraktion: ein Dinosaurier-Museum. Das „Australian Age of Dinosaurs“-Museum bei Winton in Queensland zeigt Australien von einer ganz anderen Seite: Es bietet eine große Sammlung an australischen Dinosaurier-Fossilien und zudem geführte Touren auf Wanderpfaden, die zu den Ausgrabungsstätten führen.

Wer die umgerechnet ca. 23 Euro Eintritt nicht scheut, kann sich zum Beispiel einen Dinosaurier namens Banjo ansehen, eine australische Variante eines Allosaurus mit einer Länge von 6 Metern und einer Hüfthöhe von ca. 2 Metern. Es handelt sich dabei um eine Bronzeskulptur, die verblüffend echt aussieht und vor dem Eingang in den australischen Boden einzementiert wurde. Besuchern stehen das Museum und die Ausstellung, aber auch das angeschlossene weltgrößte Forschungslabor zur Verfügung, das die ausgegrabenen Fossilien und Knochen bewertet und präpariert. Zudem hat man von der Lage des Besucherzentrums auf einem Plateau aus einen herrlichen Blick über das Outback und seine Weiten.

„Australian Age of Dinosaurs“-Museum, Winton, Queensland, Australia
Öffnungszeiten: täglich von 8.30 bis 17 Uhr
Geführte Touren: stündlich zwischen 9 und 16 Uhr

http://australianageofdinosaurs.com/

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