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Flora und Fauna

Überreste von Riesenwombats aufgetaucht

25. Juni 2012

In Australien wurden jetzt die Überreste von 3 Meter langen und 2 Meter hohen Riesenwombats gefunden – die größten Exemplare, die je aufgetaucht sind. Die Gräber mit mindestens 20 Skeletten der so genannten Diprodotons befinden sich in einer abgelegenen Gegend Queenslands.

Die heutigen Nachkomen der Riesen sehen etwas anders aus: Die possierlichen Tierchen erreichen heute mit gerade mal gut 1 Meter Länge nur noch 1/3 der damaligen Größe. Früher hatten sie eher die Statur von Nashörnern und sind damit die größten Beuteltiere, die je auf der Erde gelebt haben. Klingt unglaublich, ist aber wahr. Ausgestorben sind die Riesen vor ca. 50.000 Jahren. Einen Grund dafür haben die Forscher noch nicht gefunden.

Auch heute muss man um den Bestand der Tiere fürchten. Eine unbekannte Leberkrankheit hat bereits 85% der australischen Wombats befallen. Diese Krankheit führt bisher immer zum Tod der befallenen Tiere. Man geht inzwischen davon aus, dass die Ernährung eine Rolle spielt, da sich die Wombats immer häufiger in Ermangelung gewohnter Pflanzen von giftigen Arten ernähren. Da kann man nur hoffen, dass der Grund bald vollständig geklärt ist und die kleinen Wombats nicht auch noch aussterben.

Featherdale Wildlife Park - Wombat

Touristenattraktion Kangaroo Island

29. Mai 2012

Featherdale Wildlife Park - Koalas 2

Für Tierfreunde ist Kangaroo Island ein Muss. Hier sind Kängarus, Wallabies, Koalas, Seelöwen, Pelikane und schwarze Schwäne in freier Wildbahn zu sehen. Eventuell kann man sogar einen Blick auf den Schnabeligel Echidna werfen. Also unbedingt mit einplanen!

Doch woher kommt diese Anhäufung von einheimischen Tieren? Das hat die australische Regierung zu verantworten. Denn die Einwanderer hatten ihre Haustiere wie Kaninchen, Katzen und Füchse mit auf den fünften Kontinent genommen. Verwilderte Nachkommen richteten bei einheimischen Tieren und Landschaft immense Schäden an. Die australische Regierung reagierte und beschloss in den 1920er Jahren, für die einzigartige Tierwelt Australiens eine Art Arche zu schaffen. Die Wahl fiel auf Kangaroo Island. Hier lebten bereits Kängurus, Wallabies, Echidnas, Pinguine, Seelöwen, Pelikane und Seerobben, es gab keine europäischen Tiere. Daraufhin siedelte man zusätzlich Koalas an, bei den Wombats scheiterte der Versuch daran, dass aus Versehen zwei männliche Exemplare auf die Insel gebracht wurden.

Auf der Insel leben neben den vielen Tieren knapp 4.000 Einwohner in der Inselhauptstadt Kingscote und im Fährhafen Penneshaw. Angeblich soll die Zahl der Koalas heute 40.000 betragen, die der Kängurus und Wallabies sogar 400.000. Wow! Um sie zu sehen, sollte man am besten morgens oder abends losziehen.

Featherdale Wildlife Park - Junges Känguru

Neue Aborigines-Tour im Taronga Zoo

22. April 2012

Der Taronga Zoo ist der Stadtzoo Sydneys. Hier wird seit Neuestem eine besondere Tour angeboten: „Nura Diya“, was „dieses Land“ bedeutet, ist eine tägliche, zusammen mit den Ureinwohnern entwickelt Tour durch den Zoo. Auf dieser Tour wird der Besucher von Aborigines auf einem Spaziergang begleitet und erhält dabei eine Einführung in die australische Wildnis aus der Perspektive der indigenen Bevölkerung.

Mehr Infos zur Nura Diya Tour findet Ihr unter www.taronga.org.au/NuraDiya
Mehr Infos zum Taronga Zoo gibt es unter www.taronga.org.au

Pullover für Pinguine

27. Februar 2012

Im Phillip Island Rehabilitation Centre bei Melbourne bekommen die Pinguine Pullover angezogen. Komisch? Das finden die Betreiber gar nicht. Denn der Pullover hat einen positiven Effekt: Er rettet den Tieren das Leben. Mehr als 1.000 Pullover liegen in den Lagern des Rehabilitation Center. Im Fall einer Ölverschmutzung werden gebraucht: Die mit dem Öl verseuchten Tiere werden mit dem Pullover erst einmal gewärmt und können sich erholen. Als zweiten Vorteil bieten die Sweater die Sicherheit, dass die Pinguine sich nicht das Fell zu putzen versuchen und sich dabei vergiften.

Die Pullis stammen von Tierfreunden aus aller Welt, die fleißig stricken. Dadurch hat das Rehabilitation Center in Melbourne so viele Pullis zur Verfügung, dass sie sie bei Ölkatastrophen in anderen Giebeten ausleihen, so geschehen bei der Havarie der „Rena“ in Neuseeland. Beim letzten Ölunfall nahe Phillip Island konnte durch die Behandlung mit den Pullovern 97 Prozent der gut 400 betroffenen Pinguine geholfen werden.

Die Idee, passende Pullover zu stricken, kam, nachdem man zu Beginn der Behandlung der betroffenen Vögel normale Kleidungsstücke verwendet hatte, die sich die Tiere immer wieder selbst auszogen. Dann fand eine Mitarbeiterin vor 14 Jahren eine Anleitung für Pullis für Seevögel (wo das?) und machte ein Muster und eine Anleitung, die auch heute noch benutzt wird. Die Anleitung ist zu finden auf der Webseite unter http://german.visitmelbourne.com/phillipisland. Wer also Spaß am Stricken hat, kann gleichzeitig was Gutes tun. Informationen zu Phillip Island und seinen Pinguinen findet ihr unter www.penguins.org.au

Eisvogel-Albinos entdeckt

7. Dezember 2010

Dpa meldete jüngst, dass Wanderer im Norden Australiens die wahrscheinlich einzigen Albino-Küken der australischen Blauflügel-Kookaburras entdeckt haben. Die beiden Jungvögel sind völlig weiß mit roten Augen. Die Tiere wurden in das Eagles Wildlife Hospital in der Nähe von Ravenshoe gebracht, wo sich nun die Mitarbeiter um die seltenen Exemplare kümmern. Ihrer Meinung nach handelt es sich um die ersten und einzigen, die je von dieser Eisvogelart (Dacelo leachii) gefunden wurden. In der Wildnis hätten sie kaum Überlebenschancen. Die Betreuerin Leslie Brown erklärte: „Sie können nicht richtig sehen und haben deshalb Probleme, Nahrung zu finden.“ Wenn die Vögel aufgepäppelt sind, wird für sie ein Vogelpark gesucht, in dem sie ihr weiteres Leben verbringen können.

Nachbarschaftsnachrichten: Neuseeländisches Forscherteam sucht nach Deo für Vögel

28. September 2010

Neuseeland besitzt eine ganze Menge eingeschleppter Raubtiere. Da die heimischen Vögel einen ganz besonderen, angeblich strengen Geruch besitzen, sind sie eine leichte Beute für die Tiere vom Kontinent. Der neuseeländische Forscher Jim Briskie und sein Team von der Universität in Canterbury haben nun drei Jahre lang Zeit, die Gerüche neuseeländischer Vögel im Vergleich zu kontinentalen zu untersuchen. Begonnen hatte Briskies Interesse, als er hörte, dass Leute den Geruch von Kiwis als pilzig beschrieben und Eulenpapageien angeblich wie muffige Geigenkästen riechen sollten. 330.000 Euro hat das Forscherteam von der Regierung für ihre Arbeit bekommen. Da bleibt doch die Frage, wie sinnvoll ein solches Untergangen ist. Denn weniger der starke Geruch als die Flugunfähigkeit der Vögel macht sie zu leichten Zielen. Ein karer Fall von verschleuderten Staatsgeldern…?

Ölkatastrophe bedroht das Great Barrier Reef

7. April 2010

Am Samstag havarierte ein chinesisches Frachtschiff vor der Küste im Nordosten Australiens. Im eigentlich gesperrten Gebiet des Great Barrier Reef war der Frachter Shen Neng 1, der mit 65.000 Tonnen Kohle und 975 Tonnen Öl beladen ist, auf Grund aufgelaufen. Erste Überprüfungen ergaben, dass bisher zum Glück nur ein kleiner Teil des Öls ins Meer gelaufen ist und sich rund um den Unglücksort nur ein kleinerer Ölteppich ausbreiten konnten. Da der Frachter aber stark beschädigt ist und sich immer noch im Wellengang bewegt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass er auseinanderbricht und damit eine Umweltkatastrophe auslöst.

aus_great_barrier_reef_clownfisch_und_anemoneGreat Barrier Reef_1

Ein größerer Schaden für das Naturschutzgebiet kann damit nicht ausgeschlossen werden. In der Zwischenzeit wird alles getan, um das empfindliche Ökosystem Great Barrier Reef zu schützen. Dafür wurden von Flugzeugen aus Chemikalien versprüht, die das Öl auflösen sollen.
Außerdem soll vor der Bergung der Shen Neng 1 der Treibstoff abgepumpt werden, um ein weiteres Austreten zu verhindern, vor allem während der schwierigen Phase der Bergung des Schiffes.

Heißestes Jahrzehnt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

9. Januar 2010

Australien hat das heißeste Jahrzehnt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt. Die Durchschnittstemperatur der letzten Jahre lag bei 22,3° Celsius, das ist ein halbes Grad wärmer als in den Jahren zwischen 1961 und 1990. Für Australien ist diese Entwicklung gar nicht mal so gut, die Hitze bringt Trockenheit, Sandstürme und vor allem verstärkt Buschfeuer mit sich. Das Jahr 2009 sei sogar das zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1910 gewesen.

Ausgefallenes Weihnachtsgeschenk: Eine Patenschaft für einen Koala

19. Dezember 2009

Sie haben noch nicht alle Weihnachtsgeschenke beisammen? Kein Problem: Verschenken Sie eine Koala-Patenschaft – das ist mal was anderes. Das Koalahospital in Port Macquarie, New South Wales sucht noch nach Paten, die mit nur 30 Euro die Pflege eines kranken oder verwaisten Koalas unterstützen. Nach erfolgreicher Behandlung wird er dann wieder ausgewildert. Die Paten erhalten eine Urkunde mit dem Bild „ihres“ Koalas zusammen mit einer Information über seinen Zustand. Mehr Informationen gibt es auf der Seite des Koala Hospital Port Macquarie. http://www.koalahospital.org.au/adopt/

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Neue Schildkrötenklinik in Queensland

5. Dezember 2009

In Townsville, südlich von Cairns am Great Barrier Reef, hat ein neues Schildkrötenklinikum eröffnet. Hier werden kranke und verletzte Schildkröten behandelt, die danach wieder in die Freiheit entlassen werden. Die meisten Erkrankungen der Tiere gehen auf den Menschen zurück, der den Lebensraum der Schildkröten maßgeblich verändert hat. Besucher des Hospitals bekommen bei einer geführten Tour einen guten Einblick in die Lebensumstände der Schildkröten und können auch bei den Behandlungen zusehen. Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite  www.reefhq.com.au.

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