azi 5. Mai 2009
Circa 250 Kilometer östlich von Darwin befindet sich der größte Nationalpark Australiens: der Kakadu National Park.
Der über 20.000 km² große Park zeichnet sich insbesondere für seine enorme Tiervielfalt, faszinierende Naturwunder und kulturellen Schätze aus. Bereits 1981 wurde der Kakadu National Park gleich zweimal zum UNESCO-Welterbe ernannt: als Kultur- und auch als auch Naturerbe.
Mit über 1000 beheimateten Pflanzen-, über 10.000 Insekten- und 120 Reptilienarten, einem Viertel aller Süßwasserfische und mehr als einem Drittel aller Vogelarten Australiens ist der Kakadu National Park ein Paradies für Naturliebhaber. In der Regenzeit verwandelt sich das trockene Gebiet in eine grüne Oase mit üppigen Seelandschaften und prasselnden Wasserfällen wie den Jim Jim Falls oder den Twin Falls. Dieses Naturwunder kann man dann bei einem Rundflug aus der Vogelperspektive genießen (während der Trockenzeit sind die Wasserfälle mit einem Allrad-Fahrzeug erreichbar). Die Flussläufe sind in der „wet season” mit einem bunten Teppich von pinkfarbenen Lotusblüten, Wasserlilien und Seerosen überzogen. Die Reisezeit von November bis April ist laut Tourism Northern Territory „spannend für all jene, die bereits in Australien waren (…), die das Abenteuer suchen, aktiv und naturverbunden sind.”
In der Trockenzeit (Mai bis November) hingegen tummeln sich Komorane, Kraniche, Greifvögel, Reiher und noch viele andere Vogelarten auf den geschrumpften Wasserflächen. Bei einer Bootsfahrt (z.B.: Yellow Waters Cruise) kann man diese Tiere und mit ein wenig Glück auch die riesigen Salzwasserkrokodile in freier Natur beobachten.
Um den Nationalpark mit all seinen Facetten richtig kennen zu lernen, sollte man etwa 2 Tage einplanen. Ab April 2010 kostet der Eintritt in den Kakadu National Park AUD 25,-. Das Geld wird sinnvoll für die Instandhaltung und Erweiterung der Infrastruktur eingesetzt.
Tags: Aborigines, Kakadu National Park, Twin Falls
azi 24. April 2009
Wer sich für den australischen Edelstein Opal interessiert und eine etwas ungewöhnliche Stadt kennen lernen möchten, sollte unbedingt einen Abstecher nach Coober Pedy machen. Die Minenstadt befindet sich im Staat South Australia, ca. 850 km nördlich von Adelaide (auf der Route nach Alice Springs).
Wurde im Jahre 1915 in Coober Pedy die erste Opalader entdeckt, so weiß man heute, dass 80 % der weltweit geschürften Edelsteine von hier stammen. Inmitten der Geröllwüste leben heute 3500 Opalschürfer aus über 45 Nationen. Auf Grund der sehr starken Temperaturschwankungen – im Sommer über 50° C und in Winternächten um den Gefrierpunkt – kamen die Bewohner von Coober Pedy auf eine sehr außergewöhnliche, aber auch sehr sinnvolle Idee: sie verlegten ihre Stadt einfach unter die Erde. So kann man von oben bzw. vom Aussichtspunkt „The Big Winch Lookout“ unzählige an Maulwurfshügel erinnernde Erdhügel, unter denen sich Stollen und Gänge befinden, sehen. Bei einem Blick unter die Erde sieht man, dass sich dort Wohnungen, Museen, Läden, Hotels und sogar Kirchen wie die St. Peter & Paul Catholic Underground Church, befinden.
Vorteile dieser unterirdischen Bauten bzw. Höhlenwohnungen (den so genannten “Dugouts”) liegen zum einen darin, dass hier eine konstante Innentemperatur von ca. 20 bis 25° C herrscht. Zum anderen sind die Bewohner vor dem gleißend hellen Licht und zugleich vor den umherwirbelnden Staubpartikeln geschützt.
Um dieses Wunderwerk selbst erleben zu können und da Unbefugten der Zutritt zu den eingezäunten Opalfeldern von Coober Pedy verboten ist, sollte man unbedingt einer Tour durch die Dugouts und Opalminen wie zum Beispiel der Umoona Opal Mine mit Opalmuseum, machen.
Mehr über Coober Pedy und Besichtigungstouren können Sie auf der Homepage der Stadt erfahren.
Tags: Coober Pedy, Dugouts, Opal, Opalmine
azi 23. April 2009
Der Westen Tasmaniens: Umgebung von Strahan und Cradle Mountain
Östlich von Strahan befindet sich der Franklin-Gordon Wild River Nationalpark. Und wie der Name bereits sagt kommen in der Regenwald-Wildnis insbesondere Wassersport-Begeisterte zum Beispiel beim Rafting voll auf ihre Kosten.
Wessen Lieblingssport nicht Rafting sondern eher Wandern ist, für den ist möglicherweise der Naturpark Cradle Mountain genau das Richtige: hier befinden sich unterschiedliche Bushwalks, für die man zwischen einer Stunde und 10 Tagen braucht. Beim berühmten Overland Track (6 Tage für ca. 65 Kilometer) wandert man von Cradle Mountain bis Lake St. Clair National Park. Ein spezielles Buchungssystem regelt die Anzahl der Wanderer.
Der Osten und der Norden Tasmaniens: Freycinet Peninsula und Launceston
Türkisblaues Wasser, eine fantastische Küstenlandschaft und unberührte Strände machen die Freycinet Peninsula aus. Hier befindet sich auch einer der schönsten Strände der Welt: den Wineglass Bay im Freycinet National Park.
Schön ist es auch eine Bootsfahrt zwischen den senkrecht aufragenden Felswänden der Cataract Gorge zu unternehmen. Um sich anschließend kulinarisch verwöhnen zu lassen, kann man einen Abstecher in Richtung Norden machen. Hier befindet sich Tamar Valley, eines der bekanntesten Weinanbauregionen Australiens. Neben 17 Weingüter kann man in dieser Region auch die delikatesten Meeresfrüchte Australiens testen: große Abalonen (Meeresschnecken) und fleischige Jakobsmuscheln sind nur einige der angebotenen Köstlichkeiten.
Schöne Bilder von den Traumstränden an der Ostküste kann man auf dem Blog von Jsa und Florian finden. Einen tollen Bericht über seine Erlebnisse auf dem Overland Track hat Michael verfasst.
Tags: Cataract George, Cradle Mountain, Overland Track, Rafting, Tamar Valley, Wineglass Bay
azi 21. April 2009
Vorgestern habe ich Ihnen die Insel Tasmanien mit ihrer Geschichte und dem Wahrzeichen, dem Tasmanischen Teufel vorgestellt. Heute möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten geben, die Sie sich vor Ort nicht entgehen lassen dürfen:
Der Süden Tasmaniens: Hauptstadt Hobart und seine Umgebung
Hobart gilt als eine der schönsten Städte Australiens und erinnert ein wenig an eine norwegische Küstenstadt. Die Stadt liegt am Fuße des 1270 m hohen Mount Wellington und verfügt über einen natürlichen Hafen an der Mündung zum River Derwent. Im Hochsommer (Ende Dezember/ Anfang Januar) steht die ganze Stadt Kopf, wenn es Zeit ist für die Hochsee-Regatta „Sydney-to-Hobart Yacht Race“.
Bei einem Besuch Hobarts sollte man unbedingt das Salamanca-Viertel mit seinen schönen Galerien, Cafés und Kunsthandwerksstätten besuchen. Samstags sollten Sie unbedingt über den schönen Salamanca-Markt schlendern – es lohnt sich! Interessantes über die Geschichte Tasmaniens lernt man beim Hobart Historic Walk oder bei einem Ausflug zum Port Arthur Historic Site, der größten Sträflingskolonie Australiens. Dort erhält man beim Visitor Information Centre eine Häftlingsidentität und folgt dem Schicksal des Häftlings durch die verschiedenen Abteilungen. Für diesen Ausflug sollte man in etwa 4 Stunden Zeit einplanen. In schönen Nationalparks wie zum Beispiel den Mount Field Nationalpark (ca. 60 km nordöstlich von Hobart) kann man mit ein wenig Glück einen Tasmanischen Teufel in freier Natur beobachten. Weiterhin empfiehlt es sich auch die älteste Brauerei Australiens, die Cascade Brewery in Hobart zu besichtigen.
Und zum Schluß noch einige interssante Links zu Port Arthur und der Cascade Brewery.

Hobart mit Mount Wellington
Bild:©Tourism Australia
Tags: Cascade Brewery, Hobat, Mount Wellington, Port Arthur, Sydney-to Hobart Yacht Race