jfi 22. September 2009
Der heutige TV-Tipp dreht sich um die Insel Tasmanien.
Der Hessische Rundfunk zeigt am Donnerstag zwischen 14.15 Uhr und 15 Uhr eine Reportage über die Heimat des tasmanischen Teufels.
Obwohl die im Südosten Australiens liegende Insel Tasmanien nur die Größe Österreichs hat, finden sich hier sämtliche Landschafts- und Klimazonen: vom Regenwald über schneebedeckte Berge, Steppe bis zur malerischen Küste.

Tasmanien hat eine äußerst reiche Tierwelt. Die Insel bietet ausreichend Nahrung, zudem ist das Land mit knapp 400.000 Einwohnern nur schwach besiedelt. Der größte Räuber unter den Tieren Tasmaniens, der Tasmanische Wolf oder Beutelwolf, gilt als ausgestorben, doch in den vergangenen Jahren ist er mehrfach wieder gesichtet worden. Er jagte die Wallabys, die Wombats und andere Kleinbeutler, sorgte dafür, dass die Pflanzen fressenden Beuteltiere nicht überhand nahmen. Als die Menschen begannen, Schafe zu züchten, wurde der Beutelwolf plötzlich selbst zum Gejagten. Der letzte frei lebende Beutelwolf wurde im Jahre 1930 erlegt. Tasmanien ist auch die Heimat von allerlei kuriosen Kreaturen wie Schnabeligel, Schnabeltier, Quall und anderen Beutlern.

azi 23. April 2009
Der Westen Tasmaniens: Umgebung von Strahan und Cradle Mountain
Östlich von Strahan befindet sich der Franklin-Gordon Wild River Nationalpark. Und wie der Name bereits sagt kommen in der Regenwald-Wildnis insbesondere Wassersport-Begeisterte zum Beispiel beim Rafting voll auf ihre Kosten.
Wessen Lieblingssport nicht Rafting sondern eher Wandern ist, für den ist möglicherweise der Naturpark Cradle Mountain genau das Richtige: hier befinden sich unterschiedliche Bushwalks, für die man zwischen einer Stunde und 10 Tagen braucht. Beim berühmten Overland Track (6 Tage für ca. 65 Kilometer) wandert man von Cradle Mountain bis Lake St. Clair National Park. Ein spezielles Buchungssystem regelt die Anzahl der Wanderer.
Der Osten und der Norden Tasmaniens: Freycinet Peninsula und Launceston
Türkisblaues Wasser, eine fantastische Küstenlandschaft und unberührte Strände machen die Freycinet Peninsula aus. Hier befindet sich auch einer der schönsten Strände der Welt: den Wineglass Bay im Freycinet National Park.
Schön ist es auch eine Bootsfahrt zwischen den senkrecht aufragenden Felswänden der Cataract Gorge zu unternehmen. Um sich anschließend kulinarisch verwöhnen zu lassen, kann man einen Abstecher in Richtung Norden machen. Hier befindet sich Tamar Valley, eines der bekanntesten Weinanbauregionen Australiens. Neben 17 Weingüter kann man in dieser Region auch die delikatesten Meeresfrüchte Australiens testen: große Abalonen (Meeresschnecken) und fleischige Jakobsmuscheln sind nur einige der angebotenen Köstlichkeiten.
Schöne Bilder von den Traumstränden an der Ostküste kann man auf dem Blog von Jsa und Florian finden. Einen tollen Bericht über seine Erlebnisse auf dem Overland Track hat Michael verfasst.
Tags: Cataract George, Cradle Mountain, Franklin-Gordon Wild River Nationalpark, Freycinet Peninsula, Overland Track, Rafting, Tamar Valley, Wineglass Bay
azi 21. April 2009
Vorgestern habe ich Ihnen die Insel Tasmanien mit ihrer Geschichte und dem Wahrzeichen, dem Tasmanischen Teufel vorgestellt. Heute möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten geben, die Sie sich vor Ort nicht entgehen lassen dürfen:
Der Süden Tasmaniens: Hauptstadt Hobart und seine Umgebung
Hobart gilt als eine der schönsten Städte Australiens und erinnert ein wenig an eine norwegische Küstenstadt. Die Stadt liegt am Fuße des 1270 m hohen Mount Wellington und verfügt über einen natürlichen Hafen an der Mündung zum River Derwent. Im Hochsommer (Ende Dezember/ Anfang Januar) steht die ganze Stadt Kopf, wenn es Zeit ist für die Hochsee-Regatta „Sydney-to-Hobart Yacht Race“.
Bei einem Besuch Hobarts sollte man unbedingt das Salamanca-Viertel mit seinen schönen Galerien, Cafés und Kunsthandwerksstätten besuchen. Samstags sollten Sie unbedingt über den schönen Salamanca-Markt schlendern – es lohnt sich! Interessantes über die Geschichte Tasmaniens lernt man beim Hobart Historic Walk oder bei einem Ausflug zum Port Arthur Historic Site, der größten Sträflingskolonie Australiens. Dort erhält man beim Visitor Information Centre eine Häftlingsidentität und folgt dem Schicksal des Häftlings durch die verschiedenen Abteilungen. Für diesen Ausflug sollte man in etwa 4 Stunden Zeit einplanen. In schönen Nationalparks wie zum Beispiel den Mount Field Nationalpark (ca. 60 km nordöstlich von Hobart) kann man mit ein wenig Glück einen Tasmanischen Teufel in freier Natur beobachten. Weiterhin empfiehlt es sich auch die älteste Brauerei Australiens, die Cascade Brewery in Hobart zu besichtigen.
Und zum Schluß noch einige interssante Links zu Port Arthur und der Cascade Brewery.

Hobart mit Mount Wellington
Bild:©Tourism Australia
Tags: Cascade Brewery, Hobat, Mount Wellington, Port Arthur, Salamanca-Markt, Sydney-to Hobart Yacht Race
azi 19. April 2009
Tasmanien, die üppig grüne Insel, der oftmals vergessene Staat Australiens. Bis noch vor circa 10.000 – 15.000 Jahren war die größte Insel Australiens (in etwa so groß wie Bayern) noch mit dem Festland verbunden. Auf der Insel leben circa 500.000 „Tassies“, die sehr stolz auf ihre Heimat sind. Meist britischer Abstammung legen diese heute noch viel Wert auf Traditionen des Mutterlandes. Auch hört man desöfteren wie Tassies von dem Festland Australien, als „die von der Nordinsel“ sprechen.
Wie bereits erwähnt ist Tasmanien ein sehr grünes Land im Gegensatz zum restlichen Teil des roten Kontinents. Grund hierfür ist, dass es auf Tasmanien nur geringe Temperaturschwankungen bei ziemlich viel Niederschlag gibt. Gerade im Westen der Insel befinden sich unerforschte Gebiete mit, so sagen Wissenschaftler, immer noch unzähligen unbekannten Tier-/ und Pflanzenarten. Generell ist Tasmanien von den saubersten Meeren und der saubersten Luft umgeben. Interessant zu wissen ist auch, dass über 40 % von Tasmanien geschützte Reservate, Nationalparks und Welterbe-Gebiete sind.
Tasmanien wurde 1642 erstmals von einem Europäer, dem niederländischen Seefahrer und späterem Namensgeber, Abel Tasman entdeckt. Weiterer Meilenstein in der tasmanischen Geschichte ist die Kolonialzeit, in der Tasmanien von 1830 bis 1853 eine Verbannungsstätte für schlimme Straftäter war. Insbesondere bei Port Arthur, der ehemals größten Sträflingskolonie, sind noch heute viele Zeugnisse aus dieser Zeit sichtbar.
Wahrzeichen Tasmaniens ist der schwarze, sehr gedrungen wirkende Tasmanische Teufel. Obwohl er meist friedlich ist kann das bis zu 70 cm groß werdende Tier auch richtig zum Teufel werden wenn es sich bedroht fühlt: dann bleckt es seine kleinen Reißzähne, verbreitet einen ätzenden Geruch und verfärbt seine Augen rot. Der Tasmanische Teufel ist ein Fleischfresser und überwiegend nachtaktiv.
Diese Tierart ist stark bedroht: so existieren nur noch geschätzte 100.000 Exemplare des Tasmanischen Teufel. Grund für den starken Rückgang liegt vor allem in einem sehr aggressiven, tödlichen und ansteckend wirkenden Gesichtskrebs. Damit die Tierart nicht komplett ausstirbt wurden ca. 50 Teufel auf dem australischen Festland ausgesetzt. Bis ins 14 Jahrhundert, als Siedler begannen sie auszurotten, hatten sie hier ihren natürlichen Lebensraum.
Tags: Abel Tasman, Port Arthur, Tasmanien, Tasmanischer Teufel, Tassies