Känguru, Koala, Wombat & Co.
azi 17. April 2009
Australien besitzt nicht nur eine einzigartige Flora sondern auch eine ebenso spektakuläre Fauna mit Tieren, die sonst nirgendwo auf der Welt zu finden sind. So sind zum Beispiel alleine 400 der 800 weltweit vorkommenden Vogelarten ausschließlich in Australien beheimatet.
Doch denkt man an die australische Tierwelt wird den meisten Menschen vermutlich als allererstes Beuteltiere und allen voran das Känguru einfallen. Vom Roten Riesenkänguru, dass bis zu 2 Meter groß werden kann über die auf Bäumen lebenden Baumkängurus bis hin zu den nagetierähnlichen Moschusrattenkängurus existieren an die 45 verschiedenen Känguruarten. Kängurus können bis zu 12 Meter weite Sprünge ausüben und Geschwindigkeiten über 80 km/h erreichen.
Neben dem australischen Wappentier erfreut sich auch der hoch in den Baumwipfeln sitzende Koala einer hohen Bekanntheit. Das sehr niedlich wirkende Tierchen widmet sich am Liebsten seinen beiden Lieblingsbeschäftigungen: Schlafen und Essen. So schläft ein ausgewachsener Koala an die 20 Stunden am Tag und frisst in den restlichen 4 Stunden gut ein Kilogramm Eukalyptusblätter. Ein Koala kann bis zu 85 cm groß und bis zu 14 kg schwer werden. Im Vergleich hierzu ist ein Neugeborenes gerade einmal 2 cm groß und wiegt 500 Gramm. Auf Kangoroo Island ca. 120 Kilometer Luftlinie südwestlich von Adelaide gelegen stehen die Chancen besonders gut einen Koala hautnah zu erleben.
Im Gegensatz zu Koalas bevorzugen die nachtaktiven Wombats den Boden und insbesondere Erdhöhlen. Die bis zu 40 kg schweren, plump wirkenden Tiere leben hauptsächlich in Tasmanien und Südostaustralien. Mit ein wenig Glück kann man diese zum Beispiel im Wilsons Promontory Nationalpark in Victoria sehen.
Das als Relikt aus der Uhrzeit stammende Schnabeltier kommt ebenfalls in Tasmanien und Ost-Australien (und Neuguinea) vor. Neben dem Ameisenigel (Echidna) ist das Schnabeltier (Platypus) der einzige Vertreter der so genannten Monotremen, die als Übergangsform zwischen Reptilien und Säugetieren gelten. Das in ufernahen Erdlöchern lebende und Eier legende Säugetier ähnelt vom Aussehen her an eine Mischung aus Biber (Schwanz und Fell) und Ente (Schnabel und Schwimmflossen). Auf Grund dieser seltsamen Komposition glaubten Wissenschaftler eines englischen Museums im 18. Jhr. an einen zoologischen Scherz als sie das erste Exemplar eines australischen Schnabeltiers in den Händen hielten. Wussten Sie, dass Schnabeltiere während der Paarungszeit in der Lage sind Gift zu produzieren, dass Sie bei Gefahr ausscheiden? Im Gegensatz zu den Männchen verlieren weibliche Schnabeltiere den Giftsporn im Laufe des ersten Lebensjahres. Zwar wirkt dieses Gift nicht tödlich für einen Menschen, verursacht aber dennoch ziemlich starke Schwellungen und Schmerzen.
Der Emu als flugunfähiger Laufvogel ist ein weiterer Vertreter der australischen Tierwelt. Wie auch ihr afrikanischer Verwandte dem Strauß, sind Emus sehr schnellläufig und können Spitzengeschwindigkeiten von bis 60 km/h erreichen. Emus kann man fast überall in Australien, aber insbesondere im Landesinneren antreffen.
Neben den genannten einzigartigen Tieren gibt es natürlich noch weitere sehr interessante Tierarten wie Delphine, Seelöwen, Dingos, Kausare (Cassowaries), sowie diverse Reptilien- und Insektenarten die man – zum Teil besser nur aus der Ferne – beobachten kann. Leider kann ich nicht alle australische Tierarten vorstellen, doch hoffe ich mit Känguru, Koala & Co Ihnen einen kurzen Überblick über ein paar Interessante Vertreter der australischen Flora gegeben zu haben.
Wenn Sie weitere Ideen oder Tipps haben wo man am Besten auf Tuchfühlung mit Koalas etc. gehen kann, freue ich mich sehr um einen Kommentar Ihrerseits!
Bild:©Tourism Australia


