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Archiv für das Tag 'news'

kiwi’s column 6 – die australienkolumne

12. Juli 2010

So, nun ist sie vorbei, die Fußball-WM. Australiens Vorrunden-Aus ist Geschichte. Manchen mag dieses Aus nicht verwundern, aber man möge doch nicht vergessen, dass Australiens Socceroos 2006 immerhin bis ins Achtelfinale gekommen sind.
Und außerdem dreht sich der Nabel der Welt doch nicht um Europa. Immerhin war Australien viermal Oceanian Cup-Sieger (1980, 1996, 2000, 2004) und beim Asian Cup immerhin einmal im Viertelfinale, nämlich 2007. Nun gut, es mag sein, dass Gegner wie Neukaledonien, Tahiti oder die Solomon Islands keine wirklichen Fußballgrößen sind, aber was soll´s: Erfolg ist Erfolg.
Spanien hat also nun endlich seinen Weltmeistertitel, verdient oder nicht, die deutsche Nationalmannschaft ist schon wieder zurück, und in Südafrika ist Aufräumen angesagt. Doch der Ball dreht sich längst weiter: Es geht um die Vergabe der WM 2018 und 2022. Und hier will Australien endlich mitmischen – und hat sich um die Austragung der WM 2022 beworben.
Nachdem 2014 also der Cup in Brasilien vergeben wird, wird wohl 2018 ein europäisches Land das Rennen machen, wahrscheinlich wird es England werden. Für 2022 werfen Australien, Katar, Japan und Südkorea ihren Einfluss und ihr Geld in die Waagschale. Japan und Südkorea waren ja gerade erst 2002 gemeinsam WM-Gastgeber. Also Australien oder Katar? Das kleine Emirat scheint doch da wenig Chancen zu haben mit nur 1,6 Millionen Einwohnern und Temperaturen von 40 bis 45 Grad im Schatten. Doch sie haben eine eigene Taktik: Fünf Stadien sollen für die WM gebaut werden, alle mit einer Art Klimaanlage, die nach der WM auseinandergebaut und in bedürftige Länder verschenkt werden sollen. Und Sepp Blatter sagt dazu: „Die Arabische Welt verdient eine Weltmeisterschaft.“ Tja, da müsst ihr euch wohl noch etwas einfallen lassen, liebe Australier…

Herzliche Grüße
Eure Kiwis

kiwi’s column 1 – die australienkolumne

18. April 2010

Seit gestern Abend ist wieder einmal aufgefallen, dass Australiens Lage am anderen Ende der Welt keineswegs von Nachteil ist. „No longer down under“ – sondern viel eher obenauf, wenn man sich den Flugverkehr in Europa ansieht, der durch den Vulkanausbruch in Island fast völlig zum Stillstand gekommen ist. Es hätte hier auch ein Kamel im Zoo niesen können, das hätte die Australier genauso tangiert wie die Aschewolke, die sich über unseren eigenen Kontinent legt. Dafür kämpft Australien mit seinen eigenen Plagen: Nach einer schlimmen Dürre fällt nun endlich wieder Regen. Doch der bringt nicht nur das ersehnte Wasser, sondern damit auch eine Heuschreckenplage, denn deren natürliche Feinde sind von der vorangehenden Dürre extrem dezimiert. So hat doch jeder sein Päckchen zu tragen. A propos Päckchen: Das schottische Casting-Wunder Susan Boyle braucht eine Auszeit. Und die nimmt sie sich ausgerechnet jetzt, wo ihre Promotiontour durch Australien beginnen sollte. Susan Boyle kam gerade von einer Tour aus Japan. Und das bestätigt uns doch wieder in unserem Vorurteil, dass in Japan zu viel gearbeitet wird. Und zu guter Letzt: Australien setzt sich durch und hat zwei der Verantwortlichen für die Havarie des chinesischen Frachters „Sheng Neng 1“ festgenommen. Der Kapitän und der wachhabende Offizier sollen vor Gericht gestellt werden dafür, dass sie einen Teil des einzigartigen Naturwunders Great Barrier Reef zerstört haben. Recht so!

Herzliche Grüße
Eure Kiwis

Ölkatastrophe bedroht das Great Barrier Reef

7. April 2010

Am Samstag havarierte ein chinesisches Frachtschiff vor der Küste im Nordosten Australiens. Im eigentlich gesperrten Gebiet des Great Barrier Reef war der Frachter Shen Neng 1, der mit 65.000 Tonnen Kohle und 975 Tonnen Öl beladen ist, auf Grund aufgelaufen. Erste Überprüfungen ergaben, dass bisher zum Glück nur ein kleiner Teil des Öls ins Meer gelaufen ist und sich rund um den Unglücksort nur ein kleinerer Ölteppich ausbreiten konnten. Da der Frachter aber stark beschädigt ist und sich immer noch im Wellengang bewegt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass er auseinanderbricht und damit eine Umweltkatastrophe auslöst.

aus_great_barrier_reef_clownfisch_und_anemoneGreat Barrier Reef_1

Ein größerer Schaden für das Naturschutzgebiet kann damit nicht ausgeschlossen werden. In der Zwischenzeit wird alles getan, um das empfindliche Ökosystem Great Barrier Reef zu schützen. Dafür wurden von Flugzeugen aus Chemikalien versprüht, die das Öl auflösen sollen.
Außerdem soll vor der Bergung der Shen Neng 1 der Treibstoff abgepumpt werden, um ein weiteres Austreten zu verhindern, vor allem während der schwierigen Phase der Bergung des Schiffes.