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Archiv für das Tag 'Port Arthur'

Tasmanien – der Süden der Insel (Teil II/ III)

21. April 2009

Vorgestern habe ich Ihnen die Insel Tasmanien mit ihrer Geschichte und dem Wahrzeichen, dem Tasmanischen Teufel vorgestellt. Heute möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten geben, die Sie sich vor Ort nicht entgehen lassen dürfen:

Der Süden Tasmaniens: Hauptstadt Hobart und seine Umgebung

Hobart gilt als eine der schönsten Städte Australiens und erinnert ein wenig an eine norwegische Küstenstadt. Die Stadt liegt am Fuße des 1270 m hohen Mount Wellington und verfügt über einen natürlichen Hafen an der Mündung zum River Derwent. Im Hochsommer (Ende Dezember/ Anfang Januar) steht die ganze Stadt Kopf, wenn es Zeit ist für die Hochsee-Regatta „Sydney-to-Hobart Yacht Race“.

Bei einem Besuch Hobarts sollte man unbedingt das Salamanca-Viertel mit seinen schönen Galerien, Cafés und Kunsthandwerksstätten besuchen. Samstags sollten Sie unbedingt über den schönen Salamanca-Markt schlendern – es lohnt sich! Interessantes über die Geschichte Tasmaniens lernt man beim Hobart Historic Walk oder bei einem Ausflug zum Port Arthur Historic Site, der größten Sträflingskolonie Australiens.  Dort erhält man beim Visitor Information Centre eine Häftlingsidentität und folgt dem Schicksal des Häftlings durch die verschiedenen Abteilungen. Für diesen Ausflug sollte man in etwa 4 Stunden Zeit einplanen. In schönen Nationalparks wie zum Beispiel den Mount Field Nationalpark (ca. 60 km nordöstlich von Hobart) kann man mit ein wenig Glück einen Tasmanischen Teufel in freier Natur beobachten. Weiterhin empfiehlt es sich auch die älteste Brauerei Australiens, die Cascade Brewery in Hobart zu besichtigen.

Und zum Schluß noch einige interssante Links zu Port Arthur und der Cascade Brewery.

Hobart mit Mount Wellington

Hobart mit Mount Wellington

Bild:©Tourism Australia

Tasmanien – die grüne Insel (Teil I/ III)

19. April 2009

Tasmanien, die üppig grüne Insel, der oftmals vergessene Staat Australiens. Bis noch vor circa 10.000 – 15.000 Jahren war die größte Insel Australiens (in etwa so groß wie Bayern) noch mit dem Festland verbunden. Auf der Insel leben circa 500.000 „Tassies“, die sehr stolz auf ihre Heimat sind. Meist britischer Abstammung legen diese heute noch viel Wert auf Traditionen des Mutterlandes. Auch hört man desöfteren wie Tassies von dem Festland Australien, als „die von der Nordinsel“ sprechen.

Wie bereits erwähnt ist Tasmanien ein sehr grünes Land im Gegensatz zum restlichen Teil des roten Kontinents. Grund hierfür ist, dass es auf Tasmanien nur geringe Temperaturschwankungen bei ziemlich viel Niederschlag gibt. Gerade im Westen der Insel befinden sich unerforschte Gebiete mit, so sagen Wissenschaftler, immer noch unzähligen unbekannten Tier-/ und Pflanzenarten. Generell ist Tasmanien von den saubersten Meeren und der saubersten Luft umgeben. Interessant zu wissen ist auch, dass über 40 % von Tasmanien geschützte Reservate, Nationalparks und Welterbe-Gebiete sind.

Tasmanien wurde 1642 erstmals von einem Europäer, dem niederländischen Seefahrer und späterem Namensgeber, Abel Tasman entdeckt. Weiterer Meilenstein in der tasmanischen Geschichte ist die Kolonialzeit, in der Tasmanien von 1830 bis 1853 eine Verbannungsstätte für schlimme Straftäter war. Insbesondere bei Port Arthur, der ehemals größten Sträflingskolonie, sind noch heute viele Zeugnisse aus dieser Zeit sichtbar.

Wahrzeichen Tasmaniens ist der schwarze, sehr gedrungen wirkende Tasmanische Teufel. Obwohl er meist friedlich ist kann das bis zu 70 cm groß werdende Tier auch richtig zum Teufel werden wenn es sich bedroht fühlt: dann bleckt es seine kleinen Reißzähne, verbreitet einen ätzenden Geruch und verfärbt seine Augen rot. Der Tasmanische Teufel ist ein Fleischfresser und überwiegend nachtaktiv.
Diese Tierart ist stark bedroht: so existieren nur noch geschätzte 100.000 Exemplare des Tasmanischen Teufel. Grund für den starken Rückgang liegt vor allem in einem sehr aggressiven, tödlichen und ansteckend wirkenden Gesichtskrebs. Damit die Tierart nicht komplett ausstirbt wurden ca. 50 Teufel auf dem australischen Festland ausgesetzt. Bis ins 14 Jahrhundert, als Siedler begannen sie auszurotten, hatten sie hier ihren natürlichen Lebensraum.